Simmerath - Zur besseren Orientierung wird der Schilderwald durchforstet

Zur besseren Orientierung wird der Schilderwald durchforstet

Von: P. St.
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Eine liebevolle Bastelarbeit, aber für den Wanderer nicht zielführend ist die oft unübersichtliche Markierungsvielfalt, wie sie auch in der Gemeine Simmerath zu finden ist. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Das Wandern ist längst nicht mehr nur des Müllers Lust: Rund 56 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahre in Deutschland sind aktive Wanderer. Da Wandern inzwischen zu den beliebtesten Urlaubs- und Freizeitaktivitäten gehört, ist auch auch die Nachfrage nach attraktiven Wanderangeboten in der Nationalparkregion Eifel entsprechend hoch.

Der Wanderer, selbst wenn viele von ihnen bereits auf elektronische Wegweisersysteme umgestiegen sind, erwartet vor Ort eine verständliche und lückenlose Beschilderung. Doch diesen Anspruch können noch nicht alle Eifelkommunen erfüllen. Auch auf dem Gebiet der Gemeinde Simmerath kann es vorkommen, „dass der Wanderer sich plötzlich in einem Wegenetz mit unübersichtlicher Markierungsvielfalt wiederfindet“, sobald er von den optimal markierten Premiumwanderwegen abweiche, hatte die Gemeindeverwaltung eingeräumt, als sie Ende vergangenen Jahres im Strukturausschuss eine Überarbeitung des Wanderorientierungssystems zur Diskussion stellte.

Während der Eifelsteig und seine Partnerwege, aber auch die Wege im Nationalpark Eifel lückenlos mit klaren Ziel- und Entfernungsangaben punkten können, sind alle anderen Wege mit Symbolen aller Art ausgestattet: Von der vereinseigenen Markierung des Eifelvereins bis hin zu phantasievollen Themenwegen reichte die Palette - allein der ortsunkundige Wanderer blickt nicht durch, da die übergreifende Zielwegweisung fehlt. Erschwerend hinzu kommt dann noch, dass manche Wegeabschnitte die nötige Pflege vermissen lassen.

Nach Auskunft der Rursee-Touristik GmbH „häufen sich die Beschwerden von unzufriedenen Gästen“, die die vorhandene Markierung nicht als zielführend empfunden haben.

Da Monschau und die Rureifel ihre Wegenetze bereits überarbeitet haben, möchte nun auch Simmerath nicht nachstehen und sich dem regionalen Standard anpassen mit dem Ziel das Wegweisersystem zu optimieren und zu vereinheitlichen. Planung und Ausführung sollen einem Fachbüro übertragen werden; die Projektsteuerung liegt in den Händen der Gemeindeverwaltung. Eine Lenkungsgruppe, bestehend aus Eifelverein, Rursee-Touristik und Verwaltung soll die Planung begleiten.

Hilfe durch das Leader-Programm

Für die Umsetzung kann eine Förderung über das Leaderprogramm in Anspruch genommen werden. Die Bezirksregierung wie auch die Städteregion haben die Maßnahme darüber hinaus als förderfähig erkannt. Mitte Dezember hat die Gemeinde Simmerath ihr Projekt im Leader-Koordinierungskreis vorgestellt. Geplant ist mit der Vorbereitung der Maßnahme in diesem Jahr zu beginnen und sie im nächsten Jahr umzusetzen. Hauptkostenpunkt mit rund 56.000 Euro das Schildermaterial und dessen Montage.

Insgesamt werden für das neue Wanderorientierungssystem Kosten von 94.000 Euro kalkuliert. 55 Prozent der Kosten vom Nettobetrag (43.000 Euro) werden durch die Leader-Förderung beigesteuert. Weitere 25.000 Euro werden von der Städteregion übernommen, so dass für die Gemeinde Simmerath noch ein Eigenanteil von ebenfalls 25.000 Euro verbleibt. Unter diesen auch für den angespannten Simmerather Haushalt vertretbaren finanziellen Umständen stimmte der Ausschuss der Maßnahme einstimmig zu.

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