Zum zweiten Mal Gemeindekönig

Von: M. S.
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Ein Schützenkaiser, der auch die Königskrone trägt: Günter Uhlworm (Vierter von links, mit Trophäe) ist frischgekürte Simmerather Gemeindemajestät. Foto: Manfred Schmitz

Dedenborn. Dreimal war Günter Uhlworm bereits König der Steckenborner Apollonia-Schützenbruderschaft und ist damit seit dem Vorjahr deren amtierender Kaiser. Nun strebt er sogar das zweifache Triple an. Samstag Nachmittag wurde er auf der Festwiese der Dedenborner Sankt-Michaels-Bruderschaft mit dem 76. Treffer aus dem Luftgewehr Simmerather Gemeindekönig.

Erstmals in der Geschichte

Auf der Schießbahn am Dedenborner Gemeindezentrum „Auf den Feldern” gelang Uhlworm nach 1990 schon zum zweiten Mal der Griff nach den Meriten der kommunalen Majestät. Im kommenden Jahr freilich darf er laut Statuten des Bezirksverbandes seinen Titel nicht verteidigen.

Günter Uhlworm wurde mit seinem Schuss zum krönenden Double - bislang einzig in der 33-jährigen Geschichte des vergebenen Gemeindelorbeers - Nachfolger von Helmut Kaulard von den ausrichtenden Michaelsschützen; dieser trat nach dem Ehrensalut zur Eröffnung des Wettkampes zurück ins Glied der angetretenen Aspiranten.

Da die Lammersdorfer Josefsschützen nicht antraten, hatte Uhlworm es mit fünf versierten und hartnäckigen Konkurrenzmajestäten zu tun: Für die Kesternicher Hubertusschützen trat Brigitte Offermann in die Bahn, für Sankt Josef Rollesbroich Hugo Bongard, für Sebastianus Rurberg Sebastian Harth, für Sankt Johannes Simmerath Hans Jürgen Schneider und für die Dedenborner Gastgeber Alfred Keller.

Günter Uhlworm zeigte sich nach seinem entscheidenden Streich auf den arg angeschlagenen Holzvogel überrascht: „Ich habe absolut nichts gesehen, einfach draufgehalten! „Der Sieger wird nun, an der Seite seiner Mitregentin Pradit, die Simmerather Bruderschaften überregional repräsentiern.

Die Schießwettbewerbe der Senioren leitete Dieter Cremer, die um die Schülertrophäen Patrik Offermann und die der Jungschützen Tobias Ruf.

Zu einem zähen Ringen um den Adler geriet die Vergabe der Kette an die Schülerprinzessin Laura Bengel (Simmerath). Sie war mit dem 118. Schuss erfolgreich, bis dahin hatte sich die begehrte Trophäe als taumelnder Wackelkandidat und buchstäblicher Windvogel erwiesen.

Dafür machte Daniel Förster aus Kesternich um so kürzeren Prozess mit dem Wappentier und erlegte es mit der 22. Kugel.

Tiroler Abend zum Auftakt

Alle Disziplinen wurden vom Gemeindeverbands-Vorsitzenden Edwin Lutterbach aus Rurberg moderiert. Die dreitägigen Feierlichkeiten um das Gemeindeschützenfest hatten Freitag mit einem Tiroler Abend im Festzelt begonnen. Dazu war eine stattliche Delegation Tiroler Schützenfreunde eigens in die Nordeifel gereist.

Samstag Mittag machten die Teilnehmer einer Rursee-Oldtimerclassic mit einer Rallye-Wertung „Auf den Feldern” Station. Nach dem krönenden Abschluss der Regentenkür zogen die Teilnehmer und viel Gefolge zur Residenz der erst vor wenigen Tagen ermittelten Dedenborner Königin Kathrin Bongard. Ihr zu Ehren paradierten alle Majestäten im Rahmen eines fröhlichen Umtrunks und zu Klängen der Musikvereinigung „Allzeit Fröhlich” sowie der Eicherscheider Trommler und Pfeifer.

Ein farbenprächtiger Festzug durch Dedenborn, Tanz und Musik mit instrumentaler Begleitung des „Duo Dance” gaben dem Königsball sein Gepräge.

Der Sonntag begann mit einem Festhochamt, dem ein Empfang aller auswärtigen Vereine folgte. Ein weiterer Festzug, eine mit verlockendem Backwerk bestückte Cafeteria wie eine mit attraktiven Preisen ausgelobte Tombola beschlossen ein gehaltvolles Programm zum Dedenborner Gemeindeschützenfest.
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