Zum Abschied gibt es Rock und Magie

Von: peo
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Sie nahmen bei einer denkwürdigen Abschlussfeier ihre Zeugnisse entgegen: die Schülerinnen und Schüler des Berufskolleg Simmerath. Foto: Peter Offermann

Simmerath. Die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Simmerath/Stolberg wurden am Donnerstagabend verabschiedet. Den Auftakt des Abends begingen die Schüler mit der traditionellen Abschlussmesse in der Simmerather Pfarrkirche unter der Leitung ihres Religionslehrers Johannes Schröder.

Nach einem Wortgottesdienst, der mit Sicherheit auch den Nerv der älteren Generation getroffen haben dürfe, so der stellvertretende Schulleiter, Hans Lammertz, traf man sich zur anschließenden Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe in der Simmerather Dreifachturnhalle.

Nicht nur Fakten und Fachwissen

Unter dem Motto „Tuning into now“ folgte ein Abend, der den anwesenden Gästen wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit fetziger Rockmusik eröffneten die Gewinner des zweiten Simmerather Song Contest 2014 „Imperial Tunfisch“ die Veranstaltung. Mit ihren Eigenkompositionen begeisterten sie nicht nur die Absolventen, verglich Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Band doch mit Rockgiganten wie Ten years after, Queen und Deep Purple und drückte so seine Hochachtung vor den musikalischen Fähigkeiten der Musiker aus.

Nach einer imposanten Eröffnung folgte die Rede der Schulleiterin, Ingrid Wagner. Ihr oblag es, nicht nur den Abschlussjahrgang samt Familien, sondern auch die Vertreter der Eifelgemeinden, den Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, Karl-Heinz Hermanns, den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Monschau, Georg Kaulen, die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Roetgen, Anita Buchsteiner, sowie den stellvertretenden Städteregionsrat, Hans-Josef Hilsenbeck, willkommen zu heißen

. Sie lobte das Anspruchsdenken ihrer Schülerinnen und Schüler und betonte, dass es in Zeiten des demografischen Wandels Chancen für alle Absolventen gibt, nicht nur für jene mit sehr guten Noten. Wichtig sei es, nicht nur Fakten und Fachwissen zu übermitteln, sondern eine bestimmte Lebenshaltung, um im weiteren Berufsleben bestehen zu können. „Selbstständigkeit, Selbstverantwortung, Leistungswillen und Toleranz – und was ganz wichtig ist: soziales Engagement, das ist die Philosophie unserer Schule. Ich hoffe wir konnten einen kleinen Teil dazu beitragen, Sie gestärkt ins weitere Leben zu entlassen.“

Im Anschluss folgte ein weiterer Höhepunkt des Abends, der Auftritt des Zauberkünstlers Patrick Mirage. Mit schwebenden Tischen, wahrsagerischen Fähigkeiten und einem nervösen Bürgermeister, der um sein Sakko bangte, brachte er das Publikum zum Staunen. Aber nicht nur seine magischen Fähigkeiten sorgten für Begeisterung, auch mit seiner Botschaft „Lebenslanges Lernen hört nicht auf – auch für mich als Zauberkünstler“ gab er den Schülern einen wertvollen Tipp mit auf den Weg.

Anschließend ergriffen Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und als Vertreter des Schulträgers, Hans-Josef Hilsenbeck das Wort. „Nach solch hervorragenden Vorträgen das Wort zu ergreifen ist nicht so einfach“, begrüßte er die versammelten Abschlussklassen, Familien, Lehrer und Ehrengäste. Ausdrücklich lobte er die Organisation, denn ein Zauberkünstler auf einer Entlassfeier, das ist schon was Besonderes, so Hermanns.

„Noten sind nicht alles im Leben, denn gerade in der heutigen Zeit sind die Chancen und Perspektiven für junge Menschen sehr gut. Bildung lohnt sich ein Leben lang – Bildung zahlt sich aus. Für die einen ist ein Studium, für die anderen der berufliche Werdegang die richtige Wahl. Ihnen wünsche ich, dass Sie die für Sie persönlich richtige Entscheidung treffen.“ Sichtlich erfreut zeigte er sich über die Entscheidung der Städteregion. In Zeiten von Einsparungen ist der Bürgermeister sehr stolz, dass der Standort Simmerath nicht betroffen ist und auch in Zukunft weiter fortbestehen wird.

Erinnerungen an die Schulzeit

Das hob auch der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck hervor. Dieser zeigte sich besonders angetan von der Veranstaltung und verwies darauf die fantastische Feier nicht mit langen Worten unnötig in die Länge ziehen zu wollen. Er lobte das hohe Niveau der Schule und dankte besonders dem Lehrerkollegium für jahrelange, hervorragende Leistungen. Auch er ließ es sich nicht nehmen, den Schülerinnen und Schülern zu gratulieren und ihnen alles Gute auf ihrem weiteren Werdegang zu wünschen. „An Simmerath wird nicht gespart“, zeigte auch er sich sehr erfreut über die Entscheidung der Städteregion.

Bevor der Höhepunkt des Abends folgen sollte, ergriff Schülersprecher Murat Berisaj das Wort. In einer kurzen Ansprache dankte er dem Lehrerkollegium. „Die Träume die wir damals hatten – Feuerwehrmann, Polizist, Astronaut, Prinzessin – heute stehen wir hier mit den Zielen, die wir verwirklichen möchten“, erinnerte er an die Schulzeit und einen Lebensabschnitt der nun vorüber ist.

Ausgabe der Abschlusszeugnisse

Im Anschluss folgte die Ausgabe der Abschlusszeugnisse. Insgesamt 113 Schülerinnen und Schüler wurden in diesem Jahr in Simmerath ausgezeichnet. Im Bereich Fachhochschulreife Sozial- und Gesundheitswesen waren dies 23, Fachhochschulreife Wirtschaft 45, zehn erreichten den Hauptschulabschluss und 38 schlossen mit der Fachoberschulreife ab. In Stolberg nahmen 495 Absolventen ihre Zeugnisse entgegen.

Besonders zu erwähnen ist die hervorragende und sympathische Moderation des Abends durch die Schülerinnen Denise Tüxen und Katharina Döpp. Mit ihrer gewitzten und charmanten Art trugen sie sehr zum Erfolg der Veranstaltung bei. Immer wieder animierten sie ihr Publikum zum Mitmachen und sorgten so für einen kurzweiligen Verlauf der Feier – als hätte man es mit souveränen Medienprofis zu tun.

Zum Abschluss sorgten dann nochmals „Imperial Tunfisch“ für beste Stimmung ehe die Veranstaltung in lockerer Atmosphäre ihren Ausklang fand.

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