Eifel/Daun - Zukunftsinitiative verleiht Eifel-Award 2017

Zukunftsinitiative verleiht Eifel-Award 2017

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Vorbildliche Gastgeber: Auch acht Betriebe aus der Städteregion Aachen haben den Eifel-Award 2017 als Auszeichnung erhalten. Foto: Thomas Schmitz / Agentur ProfiPress

Eifel/Daun. Die Zukunftsinitiative Eifel hat im Forum Daun 70 Inhaber von familiengeführten Tourismus-Unternehmen, also Hotels, Restaurants und Gaststätten und Freizeiteinrichtungen, den Eifel-Award 2017 verliehen.

Die Preisträger kommen aus der Städteregion Aachen, aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien sowie den Kreisen Euskirchen, Düren, Mayen-Koblenz, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler und Trier-Saarburg.

„Bis dato haben wir Verbände und Einzelpersonen ausgezeichnet. Diesmal ist es eine ganze Branche“, verkündete Heinz-Peter Thiel, Präsident der Zukunftsinitiative Eifel und Landrat des Landkreises Vulkaneifel, in seiner Begrüßung. Gleichwohl stellten die Preisträger nur zwei Prozent des touristischen Gastgewerbes in der Eifel dar, schließlich gebe es mehr als 4000 Betriebe. Für den Eifel-Award ausgewählt waren ausschließlich inhabergeführte Familienbetriebe. Thiel weiß um die Problematik, dass viele Betriebe sich schwertun, Nachfolger zu finden. Dabei handele es sich um einen „interessanten Berufszweig mit Perspektive in einer top-ausgestatteten Branche“.

„Sie haben es verdient“ – zu dem Schluss kommt Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz. Familienunternehmen seien keine reinen Profitmaximierer. Vielmehr überzeugten sie mit Mut, Fleiß, Risikobereitschaft und einfachen und klaren Führungsstrukturen.

„Die Touristen kommen wegen der Landschaft und der Natur in die Eifel“, war sich Isabelle Weykmans, Vize-Ministerpräsidentin und Ministerin für Kultur, Beschäftigung und Tourismus in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens, sicher. Deshalb brauche es Synergien und Netzwerke. „Die Grenze ist nur ein Brückenpfeiler, Ostbelgien ist nicht abgegrenzt oder abgeschottet“, sagte Weykmans.

Klaus Hübenthal, Hauptgeschäftsführer des Dehoga in Nordrhein-Westfalen, belegte mit Zahlen, wie attraktiv und beliebt die Eifel ist. So sei die Zahl der Übernachtungen im ersten Halbjahr 2017 in der Eifel um 4,8 Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Das liegt über dem Landesdurchschnitt“, so Hübenthal. Der Eifel-Award 2017 sei das Ergebnis aus der Erkenntnis, dass nur eine Gemeinschaft für nachhaltigen Tourismuserfolg sorgen könne. „Wir können eine noch so schöne Landschaft, Infrastruktur und Events haben. Das bringt dem Gast alles nichts, wenn er nichts zu essen und zu trinken hat und nirgendwo übernachten kann“, meinte Gereon Haumann, Dehoga-Präsident in Rheinland-Pfalz. Mit dem Eifel-Award seien nun Vorbildgastgeber ausgezeichnet worden. Das Gastgewerbe sei der Jobmotor Nummer eins in Deutschland, in dem in den vergangenen zehn Jahren 300.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen wurden. Gleichwohl sprach auch Haumann die Probleme an: Kapazitäts- und Bettenabbau, Investitionsstau in vielen Betrieben, ungeklärte Nachfolgefragen. Als Chance sieht er die Rückbesinnung auf das Regionale: „Die Touristen wollen regionale, saisonale und charakteristische Küche.“

Der Preisverleihung vorangegangen war das Fachforum „Zukunft.Tourismus.Eifel – Ihr Weg zum Erfolg!“, an dem knapp 100 Interessierte teilnahmen. Vanessa Borkmann vom Fraunhofer-Institut stellte das Hotelzimmer der Zukunft vor, Kristine Honig von der Agentur Tourismuszukunft gab Tipps, wie sich die Betriebe des Gastgewerbes online präsentieren, Stephan Kohler von der Eifel-Tourismus GmbH und Christian Dübner von der IHK stellten die E-Learning-Plattform der Eifel Tourismus GmbH vor.

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