Nordeifel - Zukunftsinitiative: Hochschulen könnten leere Schulen nutzen

Zukunftsinitiative: Hochschulen könnten leere Schulen nutzen

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Nordeifel. Die Interessengemeinschaft (IG) zur Wiedereinführung des MON-Kennzeichens hatte bereits auf ihrer Sitzung am 17. April beschlossen, sich trotz des erreichten Ziels, die Wiedereinführung des MON-Kennzeichens, nicht aufzulösen. Auf der jüngsten Sitzung erfolgte nun der Beschuss, künftig unter dem Namen Zukunftsinitiative Nordeifel zu wirken.

Ziel der Vereinsarbeit ist, die Lebensverhältnisse in der Nordeifel zu analysieren, Zukunftschancen zu erarbeiten, Lösungsvorschläge zu formulieren und deren Umsetzung zu fördern.

Viele Einrichtungen verloren

An einer Mitarbeit in der Initiative Interessierte können sich per Mail an zukunftsinitiative-monschau@gmx.de melden. Da alle Mitglieder in der Initiative wie bisher auch weiterhin ehrenamtlich tätig sein wollen, werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben.

Im Verfahren zur Wiedereinführung des MON-Kennzeichens war der Initiative seitens der Städteregion entgegen gehalten worden, man solle keine Nordeifeler Separatistenbewegung bilden, sondern sich in diese neue Städteregion einfügen und dort auch gut aufgehoben fühlen. So schildert es Berthold Thoma, der Sprecher der Initiative. „Die Verlegung des über Jahrhunderte in der Nordeifel gewachsenen Verwaltungs- und Kulturzentrums von Monschau nach Aachen hat eine Sogwirkung nach sich gezogen, in deren Folge viele Institutionen, Betriebe und Verkehrsströme von Monschau nach Aachen umgelenkt worden sind.

Die überwiegende Anzahl an Arbeitsplätzen der Kreisverwaltung ist in die nicht zum Kreis Aachen gehörende Stadt Aachen verlegt worden. Weiterhin wurden das staatliche Forstamt, die Handwerksinnungen, die Kreisbauernschaft usw. aus der Nordeifel abgezogen ohne dass ähnliche zentrale Aufgaben in die Nordeifel verlegt wurden“, sagt Thoma.

Diese „Einbahnstraße“ in das Zentrum Aachen habe mit dazu beigetragen, dass alle Verkehrsströme in Richtung Aachen gelenkt worden seien und die Nordeifel ins Abseits geraten sei. Folglich gebe es keine geeignete, organisatorische Integration der Nordeifel in die Städteregion Aachen. Thoma: „Wir brauchen mehr Leben!“ Eine taugliche, öffentliche Verkehrsverbindung gebe es nicht.

„Einbahnstraße“ nach Aachen

„Die bestehende Straßenverbindung zwischen der Eifel und Aachen entspricht bestimmt nicht den Erfordernissen einer zeitgemäßen Anbindung der Peripherie an ihr Zentrum. Und alle Politiker aus Region und Land erzählen seit Jahren, dass die Nordeifeler sich mit dieser Situation aus verschiedensten Gründen abzufinden hätten“, heißt es weiter in einer Mitteilung der Initiative. Es ist nicht nachvollziehbar, wenn man miterlebe, dass der Nachbarkreis Düren einen vorbildlichen Straßenbau betreibe.

So müssten Auto- und Fahrradfahrer zwischen Schmidt und Köln keine Ortschaft durchfahren sondern könnten ausgebaute Landstraßen benutzen. Zu einer wirklichen Integration des Nordeifeler Raumes in die Städteregion Aachen sei eine bessere Integration in den Wirtschaftsraum Aachen notwendig. Einen wirksamen Einstieg zur Integration der Nordeifel in den Wirtschaftsraum Aachen sehe die Zukunftsinitiative Nordeifel im Nutzen der freien Kapazitäten.

Die RWTH und Fachhochschule Aachen, die in Aachen unter ständigem Platzmangel litten, könnten die in Monschau leer werdenden Schulen nutzen. Die Fakultäten für Bauingenieurwesen und Architektur fänden in der Monschauer Altstadt genügend Forschungsobjekte zu den Themen Stadtsanierung und Gebäudeerhaltung. Berthold Thoma: „Die nötige Infrastruktur dazu ist größtenteils bereits vorhanden. Dazu werden recht bald Gespräche mit den verschiedenen Institutionen geführt.“

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