Konzen - Zuhörer in eine „bessere Welt“ entführt

Zuhörer in eine „bessere Welt“ entführt

Von: nap
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Der Kirchenchor „St. Peter und Pankratius“ Konzen, das große Blasorchester des Musikvereins „Eintracht“ Konzen sowie einige Solisten begeisterten am Sonntagnachmittag in der Konzener Pfarrkirche beim 38. Konzert zur Weihnachtszeit. Foto: Nadine Palm

Konzen. Knapp drei Wochen sind seit den Weihnachtsfeiertagen vergangen. Der Alltag hat mittlerweile wieder Einzug gehalten und von weihnachtlicher Besinnlichkeit kann spätestens seit den Geschehnissen der vergangenen Woche in Paris keine Rede mehr sein.

Stephan Förster, 1. Vorsitzender des Musikvereins „Eintracht“ Konzen, stelle am Sonntagnachmittag zu Beginn des 38. Konzertes zur Weihnachtszeit des Kirchenchores „St. Peter und Pankratius“ Konzen und des Musikvereins „Eintracht“ Konzen eindrucksvoll dar, warum dieses Konzert erst zu diesem Zeitpunkt stattfindet: „Zunächst ist es natürlich eine 38-jährige Tradition, dieses Konzert erst nach den Weihnachtsfeiertagen stattfinden zu lassen. Zudem scheinen viele in der heutigen schnelllebigen Zeit zu vergessen, dass wir uns noch mitten in der Weihnachtszeit befinden. Ferner ist es wichtig, auch im Alltag einmal inne zu halten.“ Die Zuhörer in der Pfarrkirche Konzen in eine „bessere Welt“ zu entführen, voller musikalischer Wohlklänge – das war das Ziel der Sänger und Musiker an diesem Konzertnachmittag.

Das Blasorchester der „Eintracht“ eröffnete das Programm mit „Classic Tune“, einem Stück, in dem die einzelnen Register völlig zu verschmelzen schienen. Entsprechend groß war auch der Beifall für Dirigent Bertram Model und sein mit über 50 Musikern stark besetztes Orchester. Helmut David, Leiter des Kirchenchores, hatte sich als „Eisbrecher“ Transeamus usque Bethlehem“ ausgesucht. Dieses weihnachtliche Chorwerk gefiel vor allem wegen seinem getragenen Charakter, durch den die frohe Botschaft des Stückes hervorragend zur Geltung kam.

Der Musikverein präsentierte mit „The Glory of Love“ ein modernes, gefühlvolles Stück, ehe die Männer des Kirchenchores „Die Nacht des Friedens“ und „Preis und Anbetung“, eine Lobeshymne an den Herrn, erklingen ließen.

Ein erster Höhepunkt des Konzertes stellte eine Ballade dar, bei der Dominik Huppertz mit seinem Trompetenspiel seine Zuhörer begeisterte. Seine Vereinskollegen der „Eintracht“ stellten bei Händels „Halleluja“ unter Beweis, dass ein Blasorchester dieses Werk, das bis heute zu den populärsten Beispielen geistlicher Musik des christlichen Abendlandes gehört, ebenso passend intonieren kann, wie ein Streichorchester.

Der Kirchenchor St. Peter und Pankratius präsentierte mit „Meinen Frieden gebe ich euch“ und „Preiset den Namen des Herren“ zwei festliche kirchliche Stücke, die den klassischen Charakter dieses Konzertes zur Weihnachtszeit unterstrichen. Mit großer Leichtigkeit, einer großen Portion Schwung und einem Rhythmus, der die Füße der Zuschauer mitwippen ließ, zeigte sich „Nehmt das Wort des Herrn mit Freude auf“, das nicht zuletzt durch Helmut Davids Klavierbegleitung mit lauten Beifall belohnt wurde.

Musikalische Familie

Die Geschwister Luisa und Max Schreiber verzauberten ihre gespannten Zuhörer mit ihrem Klarinetten- und Klavierspiel. Die 15-Jährige und ihr 13-jähriger Bruder erhielten für ihre beiden Solovorträge den größten Beifall des Nachmittages. Ohne auch nur eine Note auf dem Pult vor sich zu haben, flitzten die Finger von Max Schreiber über die Klaviatur. „Ihr seid wirklich zwei ganz besondere Musiktalente“, lobte Heinz-Hermann Palm, 1. Vorsitzender des Kirchenchores, die musikalische Glanzleistung der Geschwister, deren Familie sich der Musik ganz und gar verschrieben hat. „Der Opa singt im Kirchenchor, Mama und Papa spielen mit euch im Musikverein und euer Vetter Dominik hat uns heute schon mit seinem Trompetensolo begeistert“, erklärte Heinz-Hermann Palm.

Das Weihnachts-Potpourri des Musikvereins „Melodien zur Weihnachtszeit“ hielt für die Liebhaber alt bewährter Weihnachtsklassiker einige Schmankerl bereit. Für die Swing-Freunde und Fans moderner Weihnachtshits hatte die „Eintracht“ ebenfalls Musik im Gepäck: „Happy Xmas (War is over)“ und der „Jingle-Bell-Rock“ setzen einen gelungen Glanzpunkt am Ende des Konzertes.

Der Kirchenchor verabschiedete sich mit dem Gesang „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Petra Palm lud ihre Zuhörer mit ihren meditativen Texten zum Nachdenken ein. Die Zeilen rund um die Weihnachtszeit, Werte, Traditionen und Wertewandel gefielen sehr und rundeten den kurzweiligen Konzertnachmittag perfekt ab. Mit „Tochter Zion“ und der Zugabe „Alle Jahre wieder“ entließen die Sänger und Musiker ihre Zuhörer in „ein gesundes und glückliches Jahr 2015“.

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