Simmerath - Zuckerfest: Festschmaus der Nationen auf Langschoß

Zuckerfest: Festschmaus der Nationen auf Langschoß

Von: Karl-Heinz Hoffmann
Letzte Aktualisierung:
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Festschmaus in der Flüchtlingsunterkunft Langschoss: Über 50 Flüchtlinge hatten sich dort am Freitag zu einem Multikulti-Essen eingefunden, um das Ende des Fastenmonats Ramadan zu feiern. Foto: Hoffmann

Simmerath. „Als ich letztes Jahr das Fest des Fastenbrechens und das sogenannte Zuckerfest kennenlernte, habe ich sofort gedacht, dass wir das hier auch einmal machen“, sprudelt es aus Leoni Lepers vom Arbeitskreis Langschoß, der die dort untergebrachten Menschen in vielerlei Hinsicht betreut, heraus.

Am letzten Freitag war es dann so weit. Rund 50 Flüchtlinge aus Simmerath und Monschau hatten sich bei herrlichem Sommerwetter auf dem Gelände der Simmerather Flüchtlingsunterkunft im Lammersdorfer Wald eingefunden und feierten bei allerlei kulinarischen Köstlichkeiten bestens gelaunt das Ende islamischen Fastenmonats.

Stimmung und Atmosphäre waren bei diesem Festschmaus der Nationen bestens, da sich die Mitglieder des Arbeitskreises Langschoß sowie des Cafe International aus Imgenbroich im fortwährenden Dialog mit den Menschen aus Sri Lanka, Syrien oder anderen Teilen der Welt befanden.

Auch Franz-Josef Hammelstein, der Ortsvorsteher aus Lammersdorf, der auf Einladung von Leoni Lepers den Weg nach Langschoß gefunden hatte, zeigte sich beeindruckt von der allgemeinen Lebensfreude, die bei dem Fest zu spüren war. Leoni Lepers lobte wie immer die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde Simmerath, die an diesem Tag beispielsweise am Einsatz des „Gemeindebüschens“ deutlich wurde. Mit ihm hatten viele Flüchtlinge, die zwischenzeitlich in anderen Unterkünften in der Gemeinde leben, den Weg nach Langschoß gefunden. Beim Eintreffen gab es dann teilweise eine große Wiedersehensfreude, da alte Bekannte nochmals getroffen wurden.

Bei den Vorbereitungen des Festes habe man, so Lepers, wieder viel Unterstützung erfahren. So wurde für das Festessen ein Schaf zur Verfügung gestellt. Für die Zubereitung des Festmals war dann Eduard Omer aus Syrien zuständig. „Der hat ein ganz besonderes Lob verdient“, erklärte Leoni Lepers mit strahlenden Augen. „Eduard hat den ganzen Tag in der Küche gestanden und wirklich etwas Tolles zusammengezaubert“. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.

Als die mit allerlei Köstlichkeiten gefüllten Schüsseln und Platten aufgetragen wurden, gab es staunende Gesichter und viel Beifall. Auch Abdul aus Sri Lanka, der nach eigenen Angaben nun schon seit zwölf Jahren auf Langschoß lebt, strahlte mit den Chromplatten um die Wette.

Viele minderjährige Flüchtlinge

Inge Theissen vom Cafe International verteilte mit ihren Helfern zum Essen Getränke, so dass es letztlich bei diesem Fest an Nichts fehlte.

Ins Auge fielen beim Fest die jungen, teils minderjährigen Flüchtlinge, zu denen Inge Theissen auf ein Problem aufmerksam machte. „Mit denen haben wir beim Versorgen mit Kleidung momentan Probleme“, erklärte sie. Bei den kleinen Größen gebe es für die „schmalen Hemden“ Versorgungsengpässe. Kleiderspenden werden also gerne gesehen.

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