„Zu früh gefreut”: Theaterensemble begeistert mit Boulevardstück

Von: M. S.
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Das Theaterensemble der Simmerather Löschgruppe knüpfte auch zum 90. Stiftungsfest unter Spielleitung von Stefan Haas (rechts) einmal mehr an gute Bühnentradition des Ortes an. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. Musiktheater - im wahrsten Sinne des Wortes und vom Feinsten. Denn die Premiere des Schwanks „Zu früh gefreut” wurde von stimmungsvollen Klängen des Simmerather Feuerwehr-Spielmannszuges eingeleitet. Die Kameraden vom Theaterensemble übernahmen anschließend das Kommando auf der Bühne nebst schlagfertig-witzigen Dialogen im Saale Wilden.

Der Dreiakter des Boulevard-Erfolgsautors Bernd Gombold, einer der Glanzpunkte der Feierlichkeiten zum 90-jährigen Stiftungsfest der Wehr, gedieh zu einem Feuerwerk der guten Laune und volksnahen Humors.

„So gut wie ausverkauft”

„Vier unserer fünf Vorstellungen sind so gut wie ausverkauft”, freute sich der Löschgruppenvorstand, nicht ohne ein Dankeswort an die Familie Wilden zu richten, „die uns seit Jahren den Saal mit seiner urig-anheimelnden Atmosphäre für unsere Vorstellungen überlässt”. Regisseur Stefan Haas weiß, „dass schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg in Simmeraths Ortsmitte regelmäßig Theater gespielt wurde, diese Tradition hat unsere Feuerwehr nach 1945 übernommen und stetig ausgebaut”. Die einmal mehr höchst gelungene Erstaufführung der Komödie erlebten diesmal rund 140 Besucher; sie verfolgten die urkomische und an Überraschungen reiche Handlung begeistert mitgehend.

Der Stoff des Stückes ist wie aus dem „richtigen Leben”: Bauer sucht Frau, und das mit gewaltigen Hindernissen in den schwierigen Zeiten strenger Umweltschutz-Auflagen. Vermeintlich gute Chancen für Spekulanten und Abzocker. Das Geschehen des Lustspiels mit kräftigem Lokalkolorit nimmt folglich in den Feuchtwiesen eines Naturschutzgebietes „vor den Toren der Gemeinde Simmerath” seinen Lauf, mit stets wechselnden (Schein)Gewinnen der beteiligten Personen und Parteien. Sie alle freuten laut Titel „zu früh”, aller schlitzohrigen Tricks, Nickligkeiten und nicht astreinen Geschäften zum Trotz. Dennoch hielt das große Finale vor dem letzten Vorgang, was das hochgeschätzte Publikum sich schon zum ersten Akt wünschte: Ende gut, alles gut!

Darsteller, Helfer und Termine

Die Rollen und ihre Mimen kamen harmonisch und „wie aus einem Guss” in den Zuschauerreihen an. Es spielten: Hans Josef Schröder (Bauer Ziegler), Mario Sauer (Zieglers Sohn), Bettina Palm (Oma Ziegler), Sandra Palm (Nachbarstochter), Conny Sauer (Briefträgerin), Josef Frings (Bürgermeister), Herbert Wilden (zweiter Verwaltungschef), Nadine Braun (Naturschützerin), Sonja Strauch (Geologin). Hinter den Kulissen wirkten neben Spielleiter Stefan Haas Souffleur Josef Braun, Frank Wilden und Wolfgang Frings (Ton - bzw. Lichttechnik), Bettina Palm (Maskenbildnerin) und Herbert Wilden (Bühnengestaltung).

Mit Vorstellungen am Freitag, 14. Januar, 20 Uhr, und Samstag, 15. Januar, 20 Uhr, sowie Sonntag, 16. Januar, 19.30 Uhr, immer im Saale Wilden, wird das Stück wiederholt.
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