Nordeifel - „Zoom“ ermöglicht barrierefreies Naturerleben

„Zoom“ ermöglicht barrierefreies Naturerleben

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In ihrer Mobilität eingeschränkte Nationalparkbesucher können jetzt Touren mit elektrischen Rollstühlen im Großschutzgebiet buchen. Foto: Nationalpark-Eifel

Nordeifel. Das Naturerleben im Nationalpark Eifel für Besucher mit Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit wird leichter gemacht: Nationalparkwaldführerin Nicole Zeyen aus Herhahn bietet Führungen mit elektromotorisierten Rollstühlen namens „Zoom“ an.

Die Touren verlaufen teilweise auf ausgewählten Wanderwegen im Nationalpark Eifel. Somit wird der Nationalpark für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht nur durch die bereits barrierefreien Angebote zugänglich.

Die Nationalparkverwaltung begrüßt die Möglichkeit, durch zertifizierte Waldführer Touren für mobilitätseingeschränkte Gäste anzubieten. Bereits am Wochenende starten die nächsten Touren: Immer am Freitag gibt es ab 14 Uhr eine Schnuppertour und am Samstag ab 11 Uhr eine längere Rundtour. Interessierte Besucher können sich bei Familie Zeyen in Herhahn unter Telefon 02444/503456 oder info@zoomability.de anmelden und nähere Details und Preise erfahren.

„Das Besondere an den Zoom-Touren ist die Möglichkeit, dass mobilitätseingeschränkte Menschen damit gemeinsam mit ihrem Partner oder ihrer Begleitperson etwas unternehmen können und im Nationalpark die Natur erkunden und genießen können“, schwärmt Nicole Zeyen von den neuen Möglichkeiten. Um die Touren im Sinne des Großschutzgebietes leiten zu können, absolvierte Zeyen eine Ausbildung zur Nationalpark-Waldführerin.

Die Geschwindigkeit der elektrisch fahrbaren Rollstühle ist im Nationalpark auf circa sechs Stundenkilometer beschränkt. Die Auswahl der Wege und Tourenverläufe erfolgte in enger Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung.

Mit Gründung des Schutzgebietes im Jahr 2004 hat sich das Nationalparkforstamt Eifel das Ziel gesetzt, den Nationalpark barrierefrei – für alle – erlebbar zu machen. Als dauerhafte Aufgabe berücksichtigt die Nationalparkverwaltung bei der Entwicklung von Naturerlebnis- und Umweltbildungsangeboten die Belange von Menschen mit und ohne Behinderungen.

In Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern werden eine Reihe von Führungen, wie in die Gebärdensprache übersetzte Rangertouren, barrierefreie Ausstellungen im neu eröffneten Nationalparkzentrum und in den Nationalparktoren, Kutschfahrten, Schiffstouren sowie umweltpädagogische Programme für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten.

Der Wilde Weg

Ein Highlight im barrierefreien Naturerleben ist „Der Wilde Weg“ – ein 1500 Meter langer Naturerkundungspfad mit zehn interaktiven Erlebnisstationen. Der Wilde Weg liegt inmitten des barrierefreien Natur-Erlebnisraumes „Wilder Kermeter“ im Herzen des Nationalparks. Auch den „Wilden Kermeter“ können alle Besucher auf eigene Faust erkunden.

Ein landesweites Highlight öffnete im September seine Pforten und ist barrierefrei: Das Nationalparkzentrum Eifel im Forum Vogelsang mit seiner einzigartigen Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Auf zwei Etagen umfasst die fantasievolle und unkonventionelle Ausstellung eine Fläche von etwa 2000 Quadratmetern.

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