Zirkus Zappzarap: Grundschulkinder gestalten eigene Show

Von: ale
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„Ooh“ und „aah“ raunte es durch die Reihen, als die Feuerschlucker ihren Auftritt hatten: Die Feuerwehrclowns strapazierten anschließend mit ihren Löschversuchen die Lachmuskeln. Foto: A. Lauscher

Steckenborn. Wie hatten die Kinder diesem Tag entgegengefiebert! Am Samstag kam ihr großer Auftritt im Zirkus Zappzarap. Das Zelt hatte sich gefüllt mit erwartungsvollen Eltern, Großeltern und Freunden, das Lampenfieber steigerte sich, und schließlich hieß es „Manege frei!“

Die ganze Woche über stand das Zirkuszelt auf dem Schulhof der Grundschule in Steckenborn, und viele Passanten wunderten sich, was da wohl vonstatten ging. In einer außergewöhnlichen Projektwoche durften diesmal alle Kinder Zirkuskünstler werden, und sie entdeckten ungeahnte Fähigkeiten. Schulleiter Reinhold Franck beobachtete, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen und Schüler bei der Sache waren: „Das Zirkusprojekt ermöglicht jedem einzelnen Kind, einmal im Rampenlicht zu stehen. Jedes Kind stellt an sich selber fest, wozu es in der Lage ist. Da kommen tolle Sachen heraus, die es sich vorher gar nicht zugetraut hätte.“

Am Samstagvormittag vor der Premiere waren die meisten Kinder schon etwas nervös; davon war am Nachmittag bei der zweiten Vorstellung nichts mehr zu spüren, sie genossen einfach ihren Auftritt. Wer wollte nicht als Kind einmal Artist, Zauberer, Clown, Dompteur oder Trapezkünstler sein? Jetzt gehörte die Manege den kleinen Künstlern, und der begeisterte Applaus feuerte sie zu Höchstleistungen an.

Mit „ooh“ und „aah“ schaute man staunend den Feuerschluckern zu – und lachte dann über die Feuerwehrclowns, die auf höchst originelle Art löschten. Ein geheimnisvoller Tanz mit schillernd bunten Bändern faszinierte das Publikum. Geschickt balancierten Kinder auf großen Bällen und kletterten durch Reifen. Es ging Schlag auf Schlag in dem bunten Programm. Dazu die tolle Musik und Lichteffekte – Stimmung und Tempo wie im Zirkus! Ganz still wurde es, als man die Seiltänzer bewunderte, die konzentriert und anmutig ihre Künste zeigten.

Und die Raubtiere: Sie fauchten und taten ziemlich widerspenstig, ließen sich aber doch bändigen und bekamen Popcorn zur Belohnung. Den Atem hielten die Eltern an, als sie ihre Kinder auf dem Trapez beobachteten. Bei einer Zaubernummer mit Schwertern wurde einem Angst und Bange. Als schließlich noch ein Fakir sich furchtlos auf ein Nagelbrett legte, konnten die Zuschauer nur kopfschüttelnd Applaus spenden.

„Kannst Du nicht war gestern“, lautet das Motto des Zirkus Zappzarap. Und Reinhold Franck ist überzeugt: „Es gibt keine Lernmethode, die das schafft, was der Zirkus schafft!“

„Es war eine wunderbare Woche, auch für das Kollegium“, fasst Reinhold Franck zusammen. Wie viel Freude die Kinder hatten, wie toll sie in gemischten Gruppen von Klasse eins bis vier gemeinsam übten, das nennt er „kompaktes Lernen“.

Am liebsten würde der Schulleiter ein solches Zirkusprojekt alle vier Jahre anbieten, dann käme jedes Grundschulkind einmal in den Genuss. „Ich kann mich auf meinen Förderverein verlassen“, weiß er. Und er hofft darauf, dass ihn die Gemeinde und die Sponsoren wie beispielsweise der Lions-Club und einige Unternehmer auch wieder unterstützen würden.

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