Dedenborn - Zickenalarm in Dedenborn: Sieben Geißlein in drei Tagen

Zickenalarm in Dedenborn: Sieben Geißlein in drei Tagen

Von: M.S.
Letzte Aktualisierung:
ziegen-bu
In Albert Dautzenbergs Stall in Dedenborn erblickten binnen drei Tagen sieben Zicklein das Licht der Welt. Die Neulinge mischen die Herde bereits tüchtig auf. Foto: Manfred Schmitz

Dedenborn. Vor kurzem noch hielten sich die Hobbyzüchter Albert und Gabi Dautzenberg aus Dedenborn eine überschaubare Handvoll westafrikanischer Zwergziegen auf den Wiesen um ihr Haus „Auf den Feldern”. Binnen dreier Tage wurde nun eine kleine Herde daraus.

Bis einschließlich Christi Himmelfahrt erblickten, ganz wie im Märchen, sieben muntere Geißlein von insgesamt sechs Muttertieren das Licht der Welt. Bock Moritz hatte in puncto Vaterpflichten ganze Arbeit geleistet.

War es nun reine Laune der Natur oder listige Berechnung des Sippenbosses, der womöglich spätere männliche Konkurrenz im eigenen Stall fürchtete? Jedenfalls sind alle sieben Zicklein Mädchen...

„Wenn ich Rentner bin, möchte ich raus aus der Großstadt”, hatte sich der Aachener Albert Dautzenberg fest vorgenommen. Vor drei Jahren erfüllten er und seine aus Moers stammende Ehefrau Gabi sich diesen Wunsch. In Dedenborn wurden sie rasch heimisch und fanden auch eine Antwort auf die Frage „Was tun mit der reichlichen Grünfläche rund ums Haus?” Sie kamen, neben Hund „Strolch” auf die Idee der Ziegenhaltung.

Spaziergang durch den Ort

Stammvater war der aus Eicherscheid stammende Bock Moritz, Züchterstolz des Eicherscheiders Helmut Förster. Er überließ das Tier den Dautzenbergs. Die Nachbarskinder in Dedenborn nehmen regen Anteil am Familienglück und gaben den Jungziegen die passenden Namen. Sie heißen seither Schnucki, Bärli oder Chrissi. Letztgenannte machte Christi Himmelfahrt als Nachzüglerin die Glückszahl Sieben voll.

Desöfteren führt Dautzenberg seine Schützlinge durch den Ort und den Wald und lässt sie auf einer Gemeindeweide friedlich grasen und rasten. „Dann herrscht da reger Zuschauerbesuch von Groß und Klein, ich könnte für unsere Ziegenschau geradezu Eintritt verlangen.”

Drei Monate werden nun die Jungen von ihren Müttern gesäugt, dann geht es mit der Großfamilie in die freie Natur.

Ihre Passion möchten die Dautzenbergs „nicht mehr missen, noch wollen wir aus Dedenborn je wieder fort, wo wir uns gut in die Dorfgemeinschaft integriert fühlen”.

Einige der Jungtiere bleiben in Dedenborn, für die restlichen gibt es bereits tierliebe Abnehmer in mehreren Nordeifelorten. Albert Dautzenberg, 02473 9381476, ist zum Gedankenaustausch in Sachen Ziegenzucht und -haltung mit gleichfalls Interessierten gern bereit.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert