Zensus: Der Eifeler lebt in einem Einfamilienhaus

Von: ag
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In der größten Nordeifelkommune Gemeinde Simmerath (hier ein Luftbild aus dem Jahr 2007 mit dem Zentralort im Vordergrund sowie Rollesbroich und dem größten Ort Lammersdorf im Hintergrund) lebten laut der Volkszählung 2011 nur 15 122 statt 15 423 Einwohner. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Einmal im Jahr werden die Daten der Behörden abgeglichen, um an eine Statistik für Gebäude und Einwohner zu gelangen. Der Zensus, so nennt sich die Erhebung, ergänzt diese Werte durch stichprobenartige Umfragen. Die Ergebnisse für den 9. Mai 2011 liegen seit Freitag vor.

Demnach lebten vor zwei Jahren in Monschau 12085 Menschen (12424), in Simmerath 15122 (15423). Das waren weniger als bislang angenommen. In Roetgen lebten hingegen mehr Menschen als bisher angenommen 8312 (8294).

Der Zensus gibt einen genauen Überblick über die Einwohner der Nordeifel. Demnach leben in den Eifelkommunen Monschau und Roetgen mehr Frauen als Männer (Monschau 6130/5950; Roetgen 4257/4056). In Simmerath ist es umgekehrt (3590/4300).

Der Anteil der Ausländer beträgt in Roetgen 4 Prozent, in Monschau 4,3 und in Simmerath 3,4. In der gesamten Städteregion liegt die Quote bei 10,3 Prozent.

11.250 Katholiken in Simmerath

Die katholische Kirche zählt in der Nordeifel immer noch die meisten Gläubigen. In Roetgen leben 5007 Katholiken (60,2 Prozent) und 1350 Protestanten (16,2). In Monschau ist der Anteil noch etwas höher. Dort leben 9480 Katholiken (78,4 Prozent) und 970 Protestanten (8 Prozent). In der Gemeinde Simmerath leben 11250 Katholiken (74,4 Prozent) und 1590 Bürger evangelischen Glaubens (10,5 Prozent). Das ist deutlich mehr als im Landes- (42,4 Prozent) und Bundesdurchschnitt (30,8 Prozent).

In allen drei Eifelkommunen sind die meisten Menschen zwischen 50 und 64 Jahre alt. Ihr Anteil liegt in Roetgen bei 21,9 Prozent, in Monschau bei 23,3 Prozent und in Simmerath 21,8 Prozent. Das entspricht in etwa den Zahlen auf Landes- (20,1 Prozent) und Bundesebene (20,4 Prozent).

Der Zensus sagt auch etwas darüber aus, wie die Menschen in der Eifel leben. Bevorzugt wird immer noch das freistehende Einfamilienhaus (Roetgen 59,6 Prozent; Monschau 68,4 Prozent; Simmerath 64,1 Prozent). Das ist deutlich mehr als in der gesamten Städteregion (23,8 Prozent), als in Nordrhein-Westfalen (29,9 Prozent) und auch mehr als in der gesamten Republik (41,1 Prozent). Die meisten der Häuser haben die Eifeler zwischen den Jahren 1949 und 1978 gebaut (Roetgen 43,1 Prozent; Monschau 39,2 Prozent, Simmerath 44,1 Prozent).

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