Monschau - Wunderkind Jiayan Gao eröffnet die Monschau Klassik

Wunderkind Jiayan Gao eröffnet die Monschau Klassik

Von: mon
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Yuxuan Gao, Florian Koltun, Xin Wang und das Wunderkind Jiayan Goa eröffneten am Sonntag die Monschau Klassik. Foto: V. Monterey

Monschau. „Fantastisch, so etwas habe ich noch nicht gehört“, sagte Dr. Hasmukh Bhate zu den vier Pianisten in der Pause des Konzerts „Auf Mozarts Spuren...“ im Aukloster. Seit fünf Jahren besuche er die Meisterkonzerte im Eurogress, doch für diese hervorragende musikalische Darbietung gäbe es „keine Worte“.

Mit dieser Klavier Matinée wurden am Sonntag unter der musikalischen und künstlerischen Leitung von Pianist und Initiator der Konzertreihe Montjoie Musicale, Florian Koltun, die Festspiele in Monschau gebührend eröffnet. Bürgermeisterin Margareta Ritter sprach Koltun vor rund 120 Besuchern großen Dank aus. Nunmehr im dritten Jahr initiierte Koltun gemeinsam mit der Festspielleitung, Doris Schlieper und Helmut Lanio, diese außergewöhnliche Konzertreihe. Dank galt auch den Künstlern, der Pianisten Xin Wang, dem achtjährigen chinesischen Wunderkind Jiayan Goa sowie dem zehnjährigen Überraschungsgast Yuxuan Gao.

Durch den Abend führte Koltun selbst und eröffnete mit seiner Ehefrau Wang das Konzert mit der Sonate für Klaviere zu vier Händen in B-Dur (KV 381) von Wolfgang Amadeus Mozart am Flügel. Obwohl in damaliger Zeit, in den Jahren als Mozart sich in Salzburg aufhielt, diese Sonate auf dem Clavichord komponiert wurde, was schwieriger gewesen sein soll, da die Tasten viel enger beieinanderliegen, gelang es dem Pianistenpaar den glasklaren Klang mit einer enormen Virtuosität hervorzuzaubern, „ohne sich ins Gehege zu kommen“. Xin Wang, eine der führenden Pianistinnen der Inneren Mongolei begann ihre Karriere in China, studierte in Tianjin und belegte ein zweites Studium an der Musikhochschule Köln, Standort Aachen. „Dort haben wir uns auch kennengelernt“, verriet Koltun, der sowohl Musik als auch Kulturmanagement dort studiert hat und selbst inzwischen ein wenig Chinesisch spricht.

Erwartungsvoll und mit viel Beifall wurde dann der kleine Jiayan Gao empfangen, der vor seinem Auftritt zugab: „Ich bin ein bisschen aufgeregt.“ Charmant und voller Stolz verbeugte sich der kleine Pianist vor den Gästen und ließ in den folgenden Minuten die Besucher den Atem anhalten, schließlich verlangt das Stück „Feux d‘artifice“ von C. Debussy äußerste Fingerfertigkeit. Es folgten „Präludium & Fuge in D-Dur“ von Johann Sebastian Bach, „Colourful Clouds chasing the Moon“ von G. Ren und „Aus den Jahreszeiten“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky.

Mit gerade mal fünf Jahren hat Gao das Klavierspiel bei der Pianistin Bei Bei Huang begonnen, die ebenfalls unter den Besuchern weilte und während der vier Tage in Deutschland die Kinder betreute. Sie schien fast aufgeregter als Gao, der als eines der begabtesten Talente seiner Region gilt. Rauschender Beifall belohnte den jungen Künstler, der sich abermals in alle Richtungen charmant verbeugte. Mit dabei war auch der zehnjährige Yuxuan Gao (nicht verwandt mit Jiayan), der ebenfalls mit einer chinesischen Komposition von Chao Zhang und dem Stück „Gelbe Haut“, basierend auf der Peking-Oper ebenfalls sein Talent bewies.

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