Wohnungseinbrüche: Eifel war 2008 ein heißes Pflaster

Von: ess
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Um zwei Drittel ist im vergangenen Jahr die Anzahl der Wohnungseinbrüche in der Eifel gestiegen: von 76 im Jahr 2007 auf 127.

Nordeifel. Was die Wohnungseinbrüche betrifft, ist die Nordeifel ein heißes Pflaster. Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Straftaten in diesem Bereich auf 127, was eine Steigerung gegenüber 2007 (67 Wohnungseinbrüche) um stattliche 67 Prozent ausmacht. Diese und andere Zahlen präsentierte die Aachener Polizei am Mittwoch zur Kriminalitätsentwicklung 2008.

In den Eifelkommunen Monschau, Simmerath und Roetgen ist im vergangenen Jahr die Gesamtzahl der Straftaten vom 1575 im Jahr 2007 auf 1484 gesunken. Das ist ein Minus von exakt 5,78 Prozent, bei einer Aufklärungsquote von wenig mehr als 50 Prozent.

Was Prozentzahlen aussagen, mag folgendes Beispiel zeigen: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern in der Nordeifel um 33,3 Prozent gesunken - von drei (2007) auf zwei (2008), bei einer Aufklärungsquote von 100 Prozent. Zur möglichen Dunkelziffer gibt es aus dem Präsidium weder Annahmen noch Spekulationen.

Mit Mord und Totschlag hatte die Polizei im Jahr 2008 in der Eifel keine Arbeit. So sank denn auch die Aufklärungsquote bei Mord im vergangenen Jahr um satte 100 Prozent gegenüber 2007, als der einzige Mordfall aufgeklärt werden konnte. Vergewaltigungen wurden den Ordnungshütern auch im vergangenen Jahr keine angezeigt. Unterdessen stieg die Anzahl der Raubdelikte um 20 Prozent von fünf auf sechs (darunter zwei Straßenraube). Die Aufklärungsquote betrug hier 50 Prozent.

Weniger Körperverletzungen

Einen deutlichen Rückgang bei den Körperverletzungen im Vergleich zum Vorjahr kann die Polizei vermelden, bei Aufklärungsquoten zwischen 88 und mehr als 94 Prozent. Die Anzahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen ist mit 46 Fällen um 19,3 Prozent rückläufig. Noch deutlicher fällt das Ergebnis mit minus 40,5 Prozent und 25 Fällen bei den gefährlichen Körperverletzungen im Straßenverkehr aus. Bei den leichten Körperverletzungen sank die Fallzahl von 103 auf 101 oder um 1,9 Prozent.

14 Autos sind im vergangenen Jahr in der Eifel gestohlen worden, eines weniger als 2007. Die Zahl der Diebstähle aus Kraftfahrzeugen erhöhte sich um knapp 34 Prozent. Die Zahl der Diebstähle an Kfz sank im Vergleichszeitraum von 59 auf 38 oder um gut 35,5 Prozent. 15 Mopeds und Motorräder wechselten in der Eifel im vergangenen Jahr ungewollt den Besitzer. Ein Jahr zuvor waren es noch 38, also 60,5 Prozent mehr. Auch der Diebstahl von Fahrrädern war rückläufig, von 37 im Jahr 2007 auf 29 im Jahr 2008.

Die Zahl der Betrugsdelikte ist in der Nordeifel im vergangenen Jahr um 16,4 Prozent auf 156 gestiegen, bei einer Aufklärungsquote von fast 79 Prozent.

Mehr Computerdelikte

Auch in anderen Bereichen ist die Anzahl der Delikte im Jahr 2008 mehr oder minder deutlich gesunken: Sachbeschädigungen von 242 auf 213, Rauschgiftdelikte von 29 auf 21 (Aufklärungsquote über 95 Prozent), Gewaltdelikte von 63 auf 52 (Aufklärungsquote von 88,5 Prozent), Umweltdelikte von 16 auf sieben (Aufklärungsquote 14,3 Prozent), Straßenkriminalität von 443 auf 355 (Aufklärungsquote 29,3 Prozent). Lediglich bei den Computerdelikten stieg die Fallzahl von 19 auf 25, bei einer Aufklärungsquote von 32 Prozent.
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