Roetgen - Wohnpark Greppstraße: „Es wurde eine Chance vertan”

Wohnpark Greppstraße: „Es wurde eine Chance vertan”

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. In Sachen Bebauungsplan „Wohnpark Greppstraße III” scheint das Gelbe vom Ei längst noch nicht gefunden zu sein. Ergänzende Ausführungen des Planungsbüros, nun in der Sitzung des Roetgener Bauausschusses vorgestellt, ließen erneut Zweifel aufkommen.

Die Hausaufgaben seien noch nicht zur vollsten Zufriedenheit gemacht worden, dieser Meinung waren viele im Ausschuss. Die Baugeschichte bleibt bislang ohne Happy End.

„Wir müssen noch einmal daran arbeiten, es gibt noch viel zu überdenken”, gab Silvia Bourceau (UWG) zu verstehen. Es sei überhaupt schon ein Fehler gewesen, das Bauland abgegeben zu haben, sagte Gudrun Messing (Grüne). Damit habe man die Chance vertan, etwas „Schönes machen zu können.” Sie würde die Angelegenheit gern abbrechen und eine neue Planung vorlegen.

Die Vorstellung des Vorentwurfs, vom Planungsbüro Roder erläutert, ließ besonders in Sachen Lärmschutz und Entwässerungssysteme Unzufriedenheit aufkommen. Michael Seidel (CDU) hatte Probleme damit, er schlug eine Verschiebung der Entscheidung vor, mit der Klaus Onasch (SPD) nicht einverstanden war. „Noch einmal nacharbeiten vor der Gemeinderatssitzung ja, aber sonst vergehen wieder einige Monate”, befürchtet er.

Für die UWG ist die derzeitige Situation schwierig, denn von dem Entwässerungskonzept habe man jetzt erst etwas zu hören bekommen, so Silvia Bourceau. Ohne konkrete Unterlagen eine Entscheidung zu fällen, das sei sicher nicht sinnvoll. Zudem auch der Lärmschutz noch Wünsche offen lasse (Höhe und Kosten). Sie stellte einen Antrag auf „Umplanung”, die SPD beantragte „Weitermachen.” Dieser Antrag wurde abgelehnt, acht Stimmen aus CDU, Grüne, FDP und UWG votierten für die gewünschte Umplanung.

Beim Bebauungsplan „Wohnpark Greppstraße I” verlief es nicht viel besser, denn hier gab es unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Dachaufbauten. Helmut Helzle (CDU) sieht am Ende „zu kleine Häuschen” entstehen. Hier müsse nachgebessert werden, sagte er.

Entschieden gab Gerd Pagnia (Grüne) zu verstehen, dass er den Eindruck gewonnen habe, wenn etwas in Roetgen konkret werde, dann „wolle man nicht mehr.” Man habe Professoren hier gehabt, Ratschläge und Gutachten gehört, aber nun komme alles anders. „Wir sollten uns in Einschränkungen nicht einmischen, wir sollten wohl gezielt Einfluss darauf nehmen, wie es am Ende aussehen soll”, empfahl Pagnia.

Diese Auffassung vertrat Michael Seidel nicht, denn man könne insbesondere entlang der Straße „nicht alles zulassen.” Silvia Bourceau riet, an die Neubürger zu denken, denn so könne man es nicht machen. Mit sieben Ja-Stimmen wurde dem CDU-Ansinnen gefolgt.
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