Wohngruppe im St. Josefsheim: Junge Flüchtlinge leben in Höfen

Von: P. St.
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Eine Wohngruppe für unbegleitete junge Flüchtlinge wurde jetzt im Höfener St. Josefsheim eingerichtet. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Höfen. Der bereits vollzogenen Einrichtung einer stationären Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Ausländer in Höfen in Trägerschaft des Sozialdienstes kath. Frauen Stolberg (SKF) stimmte jetzt der Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Städteregion Aachen zu. Die Vereinbarung mit der Städteregion wurde zunächst auf zwei Jahre befristetet.

Auch stimmte das Gremium der überplanmäßigen Ausgabe von 367000 Euro zu. Ziel der stationären Wohngruppe ist es, den unbegleiteten minderjährigen Ausländern eine dauerhafte Betreuung und Begleitung zu gewährleisten. Untergebracht ist die Gruppe im St. Josefsheim in Höfen, wo ursprünglich eine Mutter-Kind-Kureinrichtung untergebracht war. Der Eigentümer hatte sich bereits im November 2015 über die Stadt Monschau an die Städteregion gewandt und mitgeteilt, dass er bereit sei, in dem leerstehenden Gebäude zwei Etagen für die Unterbringung von zu vermieten. Von der Stadt wurde dieser Vorschlag befürwortet.

In der Wohngruppe können acht Jugendliche aufgenommen werden. Der SKF hat ein pädagogisches Konzept entwickelt, das auf die besondere Situation der Jugendlichen und ihre traumatischen Erlebnisse eingeht. Die Plätze in der Wohngruppe stehen ausschließlich für junge unbegleitete Flüchtlinge aus dem Jugendamtsbereich zur Verfügung. Bei fehlender Belegung besteht die Möglichkeit, alternativ auch Jugendliche ohne Fluchthintergrund aus dem Jugendamtsbereich oder Jugendliche von anderen Jugendämtern, die dafür die Kosten tragen, dort unterzubringen.

Nach der Schließung des Kurbetriebs im Jahr 2011 wurde von der Caritas Lebenswelten GmbH in Höfen nur noch das Wohnheim für Menschen mit Behinderung betrieben. Im Jahr 2013 hatte die Caritas das Heim an an einen privaten Investor veräußert. Mit dieser Lösung sind insgesamt 31 von 44 unbegleiteten Flüchtlingen im Jugendamtsbereich stationär, in Pflege-/Gastfamilien oder mit ambulanter Betreuung in eigener Wohnung untergebracht.

Die Städteregion verbindet mit der Einrichtung von Wohngruppen die Hoffnung, dass die „angemessene Unterbringung, Versorgung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern, die aus Krisen- und Kriegsgebieten nach Deutschland gekommen sind, zu einer schnellen und gelingenden Integration in die deutsche Gesellschaft beiträgt“.

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