Woher weht der Wind im Lammersdorfer Wald?

Von: ag
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Lammersdorf. Die Gemeinde Simmerath plant nordöstlich von Lammersdorf im Simmerather Wald bei Langschoss einen Windpark. Um die Windverhältnisse im Vorfeld genauer bestimmen zu können, will die juwi Energieprojekte GmbH dort (auf der rechten Seite der Bundesstraße 399 in Fahrtrichtung Raffelsbrand) nun einen 102 Meter hohen Windmessmast installieren.

Da das Bauvorhaben gemäß dem Landschaftsplan in einem Landschatzschutzgebiet liegt, ist die Erteilung einer Befreiung erforderlich. Dieser hat der Landschafsbeirat der Städteregion jetzt zugestimmt. Zunächst sollen Baugruben für ein Fertigteil-Stahlbetonfundament und für neun Verankerungen für Stahlseile hergestellt werden.

Der Stahlmast wird dann Stück für Stück montiert. Zusätzlich zu einer rot-weißen Kennzeichnung werden auf den äußersten Abspannungen rote Kugeln aus Plastik mit einem Durchmesser von circa 80 Zentimetern paarweise angebracht.

Zur besseren Sichtbarkeit bei Nacht müssen zwei Lampen auf circa 60 und auf circa 100 Meter Höhe angebracht werden.

Die Messungen sollen mindestens ein Jahr dauern. Eventuelle Ausfälle der Instrumente, zum Beispiel durch Vereisung in den Wintermonaten, könnten den Zeitraum verlängern. Anschließend soll der Windmessmast vollständig zurückgebaut werden, die Fundamente und Anker restlos entfernt und der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden.

Die Erschließung wird über die Bundesstraße 399 und einen Waldweg erfolgen. Ein Ausbau der vorhandenen Wege sei dazu nicht erforderlich, heißt es in der Verwaltungsunterlage. Lediglich eine Zufahrt vom Waldweg bis zum Standort des Mastes müsse mit Schotter befestigt werden.

Für die Zufahrt, den Mast und die Abspannseile muss der vorhandene Bewuchs beseitigt werden. Da es sich um eine Windwurffläche handele, seien dort aber keine großen Bäume vorhanden. Der Windmast würde im Bereich des geplanten Windparks liegen, so dass die Zufahrt nach dem Rückbau für den Bau einer Windkraftanlage genutzt werden könnte. Sollte an dieser Stelle kein Windrad gebaut werden, wird die Zufahrt vollständig zurückgebaut.

Da Turteltauben in der Nähe ihr Revier haben, sollen die erforderlichen Rodungsarbeiten außerhalb der Brutzeit erfolgen. Zusätzlich soll eine Begehung ausschließen, dass dort Fortpflanzungs- und Ruhestätten von geschützten Tierarten vorhanden sind. Durch Ausgleichsmaßnahmen sollen naturnahe Moorflächen entwickelt werden.

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