Wissenschaftlicher Austausch zum Thema Venen in der Eifelklinik

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Referent und Spezialist an der
Referent und Spezialist an der Eifelklinik Simmerath zum Thema Venenmedizin: Dr. Knuth Rass.

Simmerath. Beim 1. Eifeler Venensymposium am heutigen Mittwoch, 26. Oktober, wird Dr. Knuth Rass, seit Oktober 2011 neuer Chefarzt des Zentrums für Venen und Haut an der Eifelklinik St. Brigida, die Zwei-Jahres-Ergebnisse der weltweit bisher umfangreichsten Studie zum Vergleich moderner und klassischer Methoden zur Krampfaderbehandlung dem Fachpublikum vorstellen.

Damit positioniert sich der Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Allergologie und Phlebologie erneut als wissenschaftlicher Experte auf dem Gebiet der Venenmedizin. „Der französische Schriftsteller und Nobelpreisträger André Gide meinte einmal: ,Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren. Das gilt selbstverständlich für die Schifffahrt, in gewissem Maß aber auch genauso für die Medizin”, erklärt Dr. Knuth Rass.

„Ich möchte jedem meiner Patienten die für ihn optimale Therapie bieten können - das kann bei einer Krampfaderbehandlung das klassische Venenstripping sein, ebenso gut aber auch ein moderneres Verfahren, z.B. mit Laser oder Radiowellen. Um diese neuen Methoden entwickeln zu können und dann auch herauszufinden, welcher Patient auf welche Behandlung am besten anspricht, sind Wissenschaft und Forschung absolut unerlässlich.”

In diesem Sinne widmet sich der Phlebologe seit Jahren selbst der wissenschaftlichen Arbeit rund um klassische und moderne Therapiemöglichkeiten der Krampfadern (Varikosis). In diesem Jahr konnte er mit seiner Arbeitsgruppe hierzu die Zwei-Jahres-Ergebnisse der weltweit bisher größten randomisierten Studie veröffentlichen. Diese vergleicht erstmals an einer größeren Teilnehmerzahl das Verfahren der endoluminalen Lasertherapie mit der klassischen Stripping-Operation. Das Ergebnis: Die endoluminale Therapie hat sich hier als absolut konkurrenzfähig erwiesen - die Zufriedenheit der Patienten lag bei 98 Prozent.

Die umfassenden Studienergebnisse präsentiert Dr. Knuth Rass am 26. Oktober im Rahmen des 1. Eifeler Venensymposiums nun auch im ortsansässigen Kollegenkreis - an diesem Tag hat die Eifelklinik zahlreiche niedergelassene Kollegen aus der Eifel und dem Aachener Raum eingeladen. Ziel ist es, von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren und den wissenschaftlichen Austausch über etablierte und neue „minimal-invasive” Therapieverfahren des Krampfaderleidens voranzutreiben.

Mit Dr. Guido Bruning, Chefarzt des Zentrums für Venenund Dermatochirurgie am Hamburger Krankenhaus Tabea, und Prof. Dr. Malte Ludwig, phlebologischer Chefarzt am Gefäßzentrum Starnberger See in Tutzing, konnten hier zusätzlich zum Simmerather Experten zwei weitere Vertreter aus dem Artemed-Klinikverbund als Referenten gewonnen werden.

Auch im Zentrum für Venen und Haut an der Eif elklinik St. Brigida in Simmerath kommen inzwischen neuartige endoluminale Verfahren zum Einsatz: Bei dem ambulanten Verfahren wird ein kleiner Katheter durch einen Hauteinstich unter Ultraschallkontrolle in die kranke Vene eingeführt. Über den Katheter wird Radiowellenenergie auf die Venenwand übertragen. Die dadurch erzeugte Erhitzung der Venenwand führt dazu, dass die Vene über ihre gesamte Länge schrumpft und sich verschließt (daher „Closure”).

„Schonende, endoluminale Therapien sind für Patienten natürlich eine sehr reizvolle Alternative. Hier sind nur wenige Skalpellschnitte und keine Vollnarkose notwendig, allgemeine Risiken und Nebenwirkungen sind kaum vorhanden, und der normale Alltag kann in der Regel schneller wieder aufgenommen werden”, erklärt Dr. Rass die Vorteile.

Und wer für das Verfahren nicht in Frage kommt, dem stehen im Zentrum für Venen und Haut noch zahlreiche weitere Methoden zur Krampfaderbehandlung zur Verfügung.
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