Roetgen - „Wissen, worüber man bei der Vennbahn redet”

„Wissen, worüber man bei der Vennbahn redet”

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Nicht weniger als 19 Mal kreuzt das Gleis der belgischen Vennbahn Wege, Straßen und Brücken im Gemeindegebiet Roetgen. Allein schon durch diese Tatsache bedingt, hat die Grenzgemeinde Roetgen eine besonders intensive Beziehung zur 1885 in Betrieb genommenem und gut 110 Jahre später wieder stillgelegten Strecke.

Als in dieser Woche dann für zwei Tage die Terretorialfrage wieder aktuell wurde, nachdem der belgische Regierungskommissar Marcel Lejoly etwas zu laut über eine mögliche Veränderung der Eigentumsverhältnisse nachgedacht hatte, war Roetgens Bürgermeister Manfred Eis somit auch ein gefragter Gesprächspartner für die Medien von nah und fern.

Noch mehr Wirbel erlebte allerdings in Eupen der Tourismusminister der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien, Bernd Gentges, der von Anfragen geradezu überrollt wurde.

Den Wirbel ausgelöst hatte die Meldung, dass der momentan stattfindende Abbau des sechs Kilometer langen Gleisstückes zwischen Monschau und Kalterherberg „internationale Konsequenzen” nach ziehen könnte und möglicherweise auch den Abtritt der belgischen Enklaven zur Folge haben könnte. So lautete jedenfalls die Überlegung des erwähnten belgischen Politikers, der den Sturm im Wasserglas damit auslöste, denn inzwischen kam von höchster Stelle in Berlin Entwarnung.

Die Grenzfragen zwischen Deutschland und Belgien seien abschließend vertraglich geregelt, erklärte das Auswärtige Amt. Selbst nach dem Rückbau der Vennbahn, die durch einen grenzüberschreitenden Radweg ersetzt werden soll, werde die Bahnlinie nach wie vor auf belgischem Staatsgebiet verbleiben.

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