Nordeifel/Aachen - Wird Monschauer Straße doch bald vierspurig?

Wird Monschauer Straße doch bald vierspurig?

Von: Werner Breuer
Letzte Aktualisierung:
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Hier könnte der Verkehr künftig auf vier Spuren rollen. Jedenfalls hat sich Oberbürgermeister Marcel Philipp am Mittwoch für einen vierspurigen Ausbau der Monschauer Straße im Bereich zwischen Autobahn und Pascalstraße ausgesprochen. Foto: Harald Krömer

Nordeifel/Aachen. Am Ausbau der Monschauer Straße schieden sich lange Zeit die Geister. Vor allem die Idee des Landesbetriebs Straßen.NRW, den Abschnitt zwischen der Autobahnanschlussstelle Lichtenbusch und der Einmündung in die Pascalstraße auf vier Fahrspuren zu verbreitern, stieß bei der Stadt Aachen bislang auf wenig Gegenliebe.

Nun aber kann sich Oberbürgermeister Marcel Philipp durchaus eine solche Variante vorstellen. Ein solcher Ausbau könne in Sachen Lärmschutz für die betroffenen Anwohner mit einem „deutlichen Sprung nach vorne“ verbunden sein, sagte Philipp. Gemeinsam mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg und dem Bezirksbürgermeister von Kornelimünster/Walheim, Jakob von Thenen, stellte er sich am Mittwoch hinter die Pläne des Landesbetriebs.

Das war nicht immer so: Dem Wunsch von Pendlern aus dem Südraum der Städteregion nach einem möglichst großzügigen Ausbau der Verbindung zum Oberzentrum Aachen und zur Autobahn 44 hatte die Stadt bisher die Interessen der Anwohner in Lichtenbusch und Oberforstbach entgegengehalten. Sie sollten weder vom Verkehrslärm zugedröhnt noch hinter hohen Wänden abgeriegelt werden.

Auswirkungen der Maut

„Es gibt alle möglichen Arten von Lärmschutzwänden“, sagte Jakob von Thenen, es müssen nicht hohe Betonmauern sein. „Aber wir können nicht einfach gar nichts tun.“ Städteregionsrat Etschenberg geht davon aus, dass die Verkehrsbelastung in diesem Bereich steigen wird.

Eine Zunahme des Lkw-Verkehrs sei jetzt schon „offensichtlich“, meinte Etschenberg, der darin auch eine Auswirkung der Mautpflicht für Lastwagen sieht. Vor diesem Hintergrund hält auch OB Marcel Philipp „das Anliegen für berechtigt“. Doch müssten dabei auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden. „Da wohnen Menschen, da gibt es Gewerbe“, betonte Philipp.

Die sollen so bald wie möglich einbezogen werden in das Vorhaben. Mittwoch Abend stellte ein Vertreter des Landesbetriebs die Planungen in der Sitzung der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim vor. „Das ist der am ehesten betroffene Bezirk“, stellte Marcel Philipp heraus, deshalb sollte auch dort zuerst über die Vorstellungen des Landesbetriebs diskutiert werden.

„Wir müssen die Bürger mitnehmen“, betonte Jakob von Thenen. Bislang sei zwar in diversen Gremien viel über das Projekt diskutiert worden, berichtete OB Philipp, vor Ort im betroffenen Stadtbezirk seien die Pläne und ihre möglichen Auswirkungen aber noch nicht beredet worden.

Debatten gab es auch in der Städteregion, obwohl die laut Städteregionsrat Etschenberg dafür gar nicht zuständig ist. „Der Bereich, um den es hier geht, liegt auf dem Territorium der Stadt Aachen“, so Etschenberg. Zuständig für die Bundesstraße sei der Landesbetrieb, erklärte OB Philipp. „Die Stadt könnte das blockieren, aber was gewinnt man damit?“

2019 ein Abschnitt fertig?

Gewonnen werden soll ein besserer Verkehrsfluss nun durch einen vierspurigen Ausbau der Monschauer Straße zwischen Autobahn und Pascalstraße, im weiteren Verlauf bis Kalkhäuschen soll die bislang zweispurige Fahrbahn auf drei Fahrstreifen erweitert werden. Zudem werden die Planer die Kreuzungen in den Blick nehmen. Für Detailfragen sei es aber noch zu früh, sagte OB Philipp.

Überhaupt werde in längeren Zeiträumen gedacht. Vor dem Jahr 2019 sei wohl kaum ein Abschnitt der Monschauer Straße fertig.

„Wir sind offen für die Pläne des Landesbetriebs“, erklärte Helmut Etschenberg, sie hätten „Hand und Fuß“. Das sei die gemeinsame Position von Städteregionsrat, Oberbürgermeister und Bezirksbürgermeister.

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