Lammersdorf - Winterwandertage: Unerwartete Erlebnisse auf unbekannten Wegen

Winterwandertage: Unerwartete Erlebnisse auf unbekannten Wegen

Von: bl.
Letzte Aktualisierung:
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Touristisch weitgehend nicht erschlossen: Die 30. Winterwandertage des Lammersdorfer Eifelvereins bescherten Touren über unbekannte Wege. Foto: Bernd Läufer

Lammersdorf. Glühweinwandern, Wasserspiele, Entdeckertouren – es gibt viele Begriffe, mit denen sich die Veranstaltung des Lammersdorfer Eifelvereins vom 27. bis 31. Dezember bezeichnen ließe. Nur der offizielle Name „Winterwandertage“ passte nicht. Wer mit einer verschneiten Landschaft und Eis in den Bächen gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Aber das ist auch schon das einzige Negative, was sich zu den fünf Tagen sagen lässt.

Man mag es kaum glauben, dass erfahrene Wanderer im Monschauer Land noch Neuland betreten können. Doch genau dafür sorgten die 30. Winterwandertage. Das kleine Jubiläum hatten die Organisatoren um Wanderführerin Elisabeth Läufer genutzt, um die Strecken zu gehen, die beim ersten Mal im Jahr 1983 auf dem Programm gestanden hatten.

Damals gab es noch nicht so viele markierte Wanderwege wie heute. Die Wanderführer mussten sich deshalb an Hand topographischer Karten ihren Weg durch das Wirrwarr der Wirtschaftswege und Pfade suchen, die weitgehend bis heute jenseits der touristisch erschlossenen Routen liegen und wenig begangen werden.

So erlebten die Lammersdorfer besonders während der von Hans Jürgen Wolf geleiteten Wanderung an Eiserbach und Weidenbach zahlreiche weitgehend unbekannte Aussichten und Naturräume. Obwohl Sonnenschein Mangelware blieb, hatte der Wettergott doch meist ein Einsehen. Nur bei der längeren der beiden Wanderungen gleich am ersten Tag, die traditionsgemäß zum Eintopfessen nach Widdau gehen, kam es anders.

Die Wanderer um Siegfried Breuer und Werner Schulz erreichten auf der kürzeren Strecke ihre Fahrzeuge noch mit trockener Kleidung. Hildegard Felser-Kriener und Robert Johnen, die mit ihren Gefährten noch einen Abstecher nach Monschau gemacht hatten, mussten dagegen auf dem Rückweg von Widdau eine längeren, kräftigen Schauer über sich ergehen lassen.

Ansonsten blieb es bis auf die Sonntagswanderungen durchs Kalltal zwischen Lammersdorf und Raffelsbrand weitgehend niederschlagsfrei. Doch auch an diesem Tag tat der Segen von oben der Stimmung keinen Abbruch.

Rund um die Kalltalsperre

Während die Gruppe um Johannes Babst und Bianca Graff durch das Gebiet rund um die Kalltalsperre streiften, dehnten Christiane und Dieter Witthaus die längere Tour noch bis an die Grenzen von Simonskall aus. Zur Belohnung für das Durchhalten zauberten sie bei der Rast an der Schutzhütte am Klafterbach Fettgebäck und selbst zubereiteten Glühwein aus ihren Rucksäcken.

Eine besondere Abenteuereinlage bescherte die von Elisabeth und Dr. Bernd Läufer geführte Tour durch den Buhlert, das Kalltal und die Wiesenlandschaft von Kommerscheid. Die heftigen Regenfälle der letzten Tage hatten fast den ganzen Feldweg auf der rechten Kallseite zwischen Mestrenger Mühle und Zweifallshammer in eine riesige Pfütze verwandelt.

Doch damit nicht genug. Der Kumbach, der gleich zweimal überquert werden musste, stellt normalerweise kein Hindernis dar. An diesem Tag aber war er zu einem kräftigen Gebirgsbach mutiert. Nach kurzen Erkundungspausen wurden Stellen gefunden, an denen alle die „Stromschnellen“ überqueren konnten.

Auch am Silvester-Tag blieb der Himmel den Wanderern unter der Führung von Elmar und Ingbert Babst gewogen. Obschon dichte Wolken übers Platte Venn, Brackvenn und das Waldgebiet beiderseits des Sporbachs dahin jagten, blieb der Regen aus. Trotzdem war auf den nassen Holzstegen durch die Naturschutzgebiete westlich von Mützenich Vorsicht geboten. Wer will schon das Jahr mit einem unfreiwilligen Moorbad beschließen?

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