Windpark wird zur Geldquelle

Von: fm
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Mit einer agilen Mannschaft und guten Ideen wollen Bündnis 90/Die Grünen um Sprecherin Renate Krickel im kommenden Kommunalwahlkampf bei den Wählern punkten. Foto: Franz Mertens

Mützenich. In ihrer Mitgliederversammlung im Nassenhof in Mützenich beleuchteten Bündnis 90/Die Grünen ihre Arbeit im Rat der Stadt Monschau während der letzten Legislaturperiode eingehend. Es ging dabei im Kern um traditionelle Themen der Partei. Viele Anliegen der Grünen flossen in die Ratsarbeit ein.

Es bleibe aber noch viel zu tun für die nächsten Jahre, hieß es bei der Ortsverbandsversammlung. Unter dem Strich zeigten sich die Parteimitglieder mit dem Erreichten zufrieden.

Damit auch die noch offenen Themen erfolgreich angegangen werden könnten, bedürfe es besonderer Anstrengungen bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr. Die Vorbereitungen auf diese Wahl sind parteiintern bereits im vollen Gange. Auch darüber informierten die Vorständler ihre Leute an der Basis. Fraktionssprecher Werner Krickel informierte über einen Wechsel in der personellen Besetzung der Fraktion. Durch Wohnortwechsel scheidet Michael Schreiber aus dem Rat aus, für ihn rückt Gabriele Scheer nach. Bis zum Ende der Legislaturperiode wird sie voraussichtlich noch an zwei Ratssitzungen teilnehmen.

Danach kam der Fraktionssprecher auf die Arbeit der Fraktion im Stadtrat zur Sprache zu sprechen. Zunächst skizzierte er kurz die finanzielle Ausgangslage der Stadt. In einem parteiübergreifenden Beschluss hat sich der Rat die Konsolidierung der Stadtfinanzen zum Ziel gesetzt. Mit finanzieller Unterstützung des Landes soll der riesige Schuldenberg schrittweise abgetragen werden mit dem Ziel, spätestens 2021 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Eines der Grundanliegen der Partei soll zu diesem Ziel einen entscheidenden Beitrag leisten: Der Windpark im Höfener Forst kann demnächst für jährliche Einnahmen in Höhe von 700 000 Euro sorgen. Werner Krickel hofft auf eine Realisierung des Projektes „Bürger-Windpark“ spätestens im Jahre 2015. In der nächsten Ratssitzung kommt es zur Auftragsvergabe. Die Bauarbeiten starten im Frühjahr 2014.

Auch die Neuordnung der Schullandschaft sprach Werner Krickel an. Durch die gemeinsame Trägerschaft der Sekundarschule mit den Gemeinden Simmerath und Hürtgenwald kann die Stadt eine Menge Geld einsparen. Die jährliche Ersparnis wird bei etwa einer Million Euro liegen. Gleichzeitig gelang es mit der Einführung der neuen Schulform alle Schulformen vor Ort zu erhalten. Mit den Ergebnissen der Schulwerkstatt für die Grundschulen – ab 2017/18 zwei Grundschulen mit drei Standorten – könne er gut leben. Man müsse den Willen der Elternschaft, die in der Werkstatt stark vertreten war, respektieren.

Von der Schulpolitik wechselte Werner Krickel zum ÖPNV, zum Wertstoffhof und zum neuen Konzessionsvertrag bei der Stromversorgung. Auch in diesen Bereichen sah er die Anliegen seiner Partei auf gutem Weg.

Am Ende seiner Bilanz gab er Themen für die nächste Zeit vor, denen sich grüne Politik noch verstärkt widmen müsse. Dazu zählte er die Klimapolitik, die weitere Gestaltung der Altstadt, die Tourismusbilanz, das Friedhofswesen, leerstehende Gebäude der Stadt und die Sanierung der Straßen. Ein ganz besonderes Anliegen ist Werner Krickel die Verbesserung der Zusammenarbeit der Eifelgemeinden. Dazu regte er an, bestimmte Verwaltungsaufgaben zusammenzulegen. „Es muss nicht jeder alles machen“ meinte Krickel.

Zum Ende der Versammlung stimmte Renate Krickel die Mitglieder auf den Wahlkampf im nächsten Frühjahr ein. In der nächsten Versammlung würden die Kandidaten für die einzelnen Stimmbezirke und die Reserveliste benannt. Es sei möglich, in allen Orten und für die Reserveliste ausreichend Kandidaten ins Rennen zu schicken. Für ein gutes Wahlergebnis sei die Öffentlichkeitsarbeit in den letzten sechs Wochen vor dem Wahltermin entscheidend, meinte Renate Krickel. An diesem Abend schickten die Mitglieder Werner Krickel vorab mit einem überzeugenden Votum als Monschauer Direktkandidat für den Städteregionstag ins Rennen.

Nach Ratsarbeit und Kommunalwahlen erfolgte schließlich noch ein Exkurs in die große Politik. Silvia Mertens berichtete von der Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin, die ganz unter dem Eindruck der letzten Bundestagswahl stand. Die Zukunft werde zeigen, ob die neuen Leute an der Spitze der Bundes-Grünen grüne Themen wieder verstärkt nach vorne bringen würden, so Mertens.

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