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Windpark: Simmerath widerspricht der Kritik

Von: ag
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Der Kreuzauer Rat hat für eine Offenlegung der Pläne zum Windräderbau in Thum gestimmt.

Simmerath. Die Rodungsarbeiten für die geplanten Windkraftanlagen haben in der vergangenen Woche begonnen (wir berichteten). In diesem Zusammenhang hatte Siegfried Klinkhammer, einer der Gegner des geplanten Windparkstandortes, kritisiert, dass der Flächenverbrauch im Genehmigungsbescheid durch die Städteregion zu niedrig angesetzt worden sei, damit der Umfang der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen geringer ausfalle.

Dieser Planwert werde nach der Inbetriebnahme nie kontrolliert. Außerdem erfolge die Rodung nicht durch den künftigen Betreiber, sondern durch die Gemeinde Simmerath, lautete die Kritik.

Dieser Darstellung widerspricht die Gemeinde Simmerath nun vehement. Der Einschlag werde so gering wie möglich ausfallen, erläutert der Beigeordnete der Gemeinde, Roger Nießen. Die Maßnahme werde von einem Unternehmen ausgeführt, das vom späteren Betreiber des Windparks beauftragt worden sei. Klinkhammers Rechnung sei unerklärlich. „An diese Zahlen kommen wir bei Weitem nicht ran“, sagt Nießen.

Außerdem arbeite die Landschaftsbehörde „sehr gewissenhaft“. Er könne sich nicht vorstellen, dass es keine Überprüfung mehr geben werde. Nach Informationen der Gemeinde werde es „eine abschließende Berechnung des zu erbringenden ökologischen Ausgleichs nach der Fertigstellung des Windparks geben“. Das bestätigt auch die Pressestelle der Städteregion Aachen. Die Argumente der Kritiker seien bereits im Bürgerbeteiligungsverfahren vorgebracht und aus Sicht der Städteregion entkräftet worden. Die Städteregion hält den im Genehmigungsbescheid angesetzten Flächenbrauch durchaus für realistisch.

Außerdem sei die Genehmigung mit der Bedingung verknüpft worden, dass nach Abschluss der Maßnahme eine Bilanzierung stattfinde. Die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen würden dann aufgrund der tatsächlich genutzten Flächen festgesetzt.

Der Wegebau werde durch ein vom späteren Betreiber beauftragtes Unternehmen realisiert, sagt Roger Nießen weiter. Nach Möglichkeit sollten die vorhandenen Wege genutzt werden. Unter dem Strich profitiere die Gemeinde davon, da die Wege nach dem Ausbau eine bessere Qualität aufweisen würden. Die Rodung und der Wegebau würden durch den Gemeindeförster begleitet, „um eine vernünftige Nachhaltigkeit“ zu gewährleisten. Der Holzeinschlag sei zudem im Forstwirtschaftsplan einkalkuliert, aber keine Kosten für die anfallenden Arbeiten, der Einschlag werde dennoch entsprechend vergütet. Grundsätzlich sei die Gemeinde lediglich Verpächterin der Flächen für die Windkraftanlagen. „Mehr machen wir da nicht“, erklärt Nießen.

Die Rodungsarbeiten für die im Lammersdorfer Wald geplanten Windräder müssen bis zum 15. März abgeschlossen sein. Schon ab dem 1. März gilt eine Schonfrist für brütende Vögel, dann dürfen keine Bäume mehr gefällt werden. In Einzelfällen gebe es aber Ausnahmen, erklärt der Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, Roger Nießen. Das sei hier der Fall. Mit Genehmigung der zuständigen Landschaftsbehörde sei der Einschlag in Begleitung von Gutachtern im Lammersdorfer Wald noch bis zum 15. März möglich.

Der Beigeordnete rechnet damit, dass der neue Windpark noch in diesem Jahr in Betrieb gehen kann.

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