Windpark Münsterwald: FDP verärgert über Nabu

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Roetgen. Der Naturschutzbund (Nabu) Aachen hatte in dieser Woche deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der Verband keinen Beifall für seine Klageandrohung wegen der Rodungsarbeiten für den geplanten Windpark im Münsterwald von der FDP bekommen wolle. Für diese Äußerungen gab es jetzt deutliche Kritik von der FDP.

Franz-Josef Zwingmann von den Roetgener Liberalen ist erbost über die Aussagen des Nabu-Vorsitzenden Claus Mayr: „Der Nabu hat keinen Applaus verdient!“, sagt er in einer Stellungnahme seiner Partei. „Claus Mayr vom Nabu Aachen wäre nicht Claus Mayr, wenn er nicht immer ein Feindbild bemühen müsste.“ Viele Aussagen des Nabu-Vorsitzenden entsprächen nicht der Realität.

FDP befürwortet Alternativen

Des weiteren bestätige Mayr die FDP in Roetgen in ihren Bemühungen, einen städteregionalen Masterplan für erneuerbare Energien in Anlehnung an die Landesentwicklungsplanung zu fordern. Damit solle ein sogenannter Wildwuchs von Windkraftanlagen reguliert werden. Auch die FDP haben alternative Standorte für die Windkraftanlagen vorgeschlagen. Die ökologische Seite habe man genauso wie der Nabu dargestellt (siehe auch www.Rettet-den-Münsterwald.de) und „immer wieder auf die nach unserer Meinung fehlerhaften Gutachten hingewiesen“, sagt der FDP-Mann.

Laut Zwingmann habe sich die FDP aber nicht genötigt gesehen, für die Verantwortlichen der Stadt Aachen die juristische Situation zu klären. „Wir haben uns mit den Argumenten des Herrn Mayr nicht schmücken müssen, um mit erhobenem Zeigefinger auf den Rechtsstaat zu verweisen. Wir haben auch nie den Naturschutzverbänden applaudiert, wie Herr Mayr behauptet, wenn Übereinstimmungen mit Ansichten der örtlichen FDP bestanden“, heißt es in der Stellungnahme.

Die politischen „Eiertänze“, des Herrn Mayr in dieser Sache seien auch hinlänglich bekannt. Auf die Tatsache, dass der Nabu Aachen mit finanzieller Unterstützung der Stadt Aachen, dem Land NRW und der EU, eine gemeinsame, paritätisch besetzte Geschäftsstelle mit der Stadt Aachen betreiben könne, wolle die Roetgener FDP besonders hinweisen.

Warum Claus Mayr die „Entscheidung der Verwaltungsspitze als kluge Entscheidung“ bezeichnet habe, liege also klar auf der Hand, sagt Zwingmann. „Wir betrachten diese Entwicklung auch mit einer gewissen Skepsis. Denn es steht zu befürchten, dass sich die Stadt Aachen künftig dieser Geschäftsstelle bedienen wird, um sich selbst entsprechende Gutachten für ihr künftiges Verwaltungshandeln zu beschaffen“, erläutert er.

Kein Beitrag zur Lösung

Die letzten ökologischen Refugien im Industrieland NRW sollten nun grundlos dazu verbraucht werden, die leeren Stadtsäckel wieder aufzufüllen, fürchtet er. Das sei für ihn der Knackpunkt: „Hier nämlich kneift der Nabu-Vorsitzende und lässt offen, wie er das Klagerecht der Naturschutzverbände reformieren will.“ Stattdessen bemühe er Feindbilder und trage nichts zur Lösung des Konfliktes bei. Er politisiere, obwohl er doch nur den Interessen des Naturschutzes folgen sollte. Er verunsichere so lediglich die Bürger, die ein Recht auf Naturschutz geltend machten und für eines der letzten Refugien einstünden.

„Die FDP hat auch in Zukunft beim besten Willen keinen Grund, dem Naturschützer Mayr zu applaudieren. Denn Applaus erhält nur, wer ihn verdient“, sagt er abschließend.

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