Windpark Münsterwald: „Die Hälfte wird wieder aufgeforstet“

Von: mg/hes
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„Baum fällt!“ hieß es bis Dienstagnachmittag im Aachener Teil des Münsterwaldes bei Roetgen. 8,8 Hektar Rodung waren nach Stawag-Angaben für die sieben Windkraftanlagen notwendig. Foto: P. Stollenwerk

Aachen. Die Baumfällarbeiten für die Errichtung von sieben Windkraftanlagen im Aachener Teil des Münsterwaldes bei Roetgen sind beendet. Wie Stawag-Sprecherin Eva Wußing unserer Zeitung auf Anfrage mitteilte, sei jetzt die Holzabfuhr im Gange.

Für die Bauphase, so Wußing, würden rund 8,8 Hektar gerodete Fläche benötigt. „Nach der Fertigstellung der Windräder werden die Flächen zur Hälfte wieder aufgeforstet“, kündigte die Pressesprecherin des Energiekonzerns an. Auf Ausgleichsflächen, etwa im Bereich Entenpfuhl (südlich der Lütticher Straße in Aachen), werde zudem auf rund 25.000 Quadratmetern „hochwertiger Baumbestand“ neu angepflanzt. „Das vorhandene Baumvolumen wird damit mehr als ausgeglichen“, sagte Wußing am Dienstag.

Zum wahrscheinlichen Baubeginn für die Windräder rechts und links der Himmelsleiter gibt es von der Stawag und dem Unternehmen Juwi derzeit noch keine Angaben. Man fange jetzt mit der zeitlichen Planung an, heißt es lediglich. Auch die Anlagenteile müssten noch gefertigt werden.

Bekannt wurde aber bereits, dass Teile der Doppelspuren auf der Bundesstraße 258 im Bereich Himmelsleiter während der Bauphase des Windparks für den Baustellenverkehr genutzt werden und der Verkehr dort zeitweise durch Baustellenampeln geregelt werden wird.

Die Standorte für die Windräder liegen allesamt nördlich des Vennbahnweges – aus Richtung Roetgen kommend fünf auf der linken und zwei auf der rechten Seite der Himmelsleiter; zwei Windräder stehen nur etwa 150 Meter vom Radweg entfernt. Die Anlagen haben jeweils eine Gesamthöhe von 196 Metern und erbringen eine Leistung von 3,3 Megawatt (MW). „Bis 2020 möchten wir so viel Strom in eigenen Ökostromanlagen erzeugen, wie alle Aachener Privat- und Gewerbekunden verbrauchen. Dies entspricht einem Ziel von 600 Millionen Kilowattstunden grünen Stroms, wovon wir schon die Hälfte erreicht haben“, rechnete Eva Wußing vor.

Die Stawag betreibt etliche Wind- und Solarparks in ganz Deutschland, in der Region Aachen hat sie zuletzt Windparks in Düren, Aldenhoven, Linnich und Simmerath realisiert. Letzterer, im Lammersdorfer Wald gelegen, ging zu Jahresbeginn nach einer Bauzeit von nur 34 Wochen ans Netz. Die ebenfalls sieben Windräder liefern nun jährlich Strom für 19.000 Haushalte. Die offizielle Inbetriebnahme findet am kommenden Montag, 6. März, im Beisein von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Dr. Peter Asmuth, Vorstand der Stawag, statt.

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