Windpark an der Himmelsleiter: Weht genug Wind im Münsterwald?

Von: ess
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Roetgen. Während die einen den Blick auf das „Tor zur Eifel” verklären und romantisieren, sehen andere zuallererst den wirtschaftlichen Nutzen. Dazwischen gibt es dann noch jede Menge andere, differenzierte Sichtweisen. Der diskutierte Windpark im Münsterwald, auf Aachener Stadtgebiet, scheidet in Roetgen die Geister, auch in der Politik.

Vor allem, wenn es um die Frage geht, ob sich die Gemeinde Roetgen an dem Großprojekt beteiligt, allerdings auf Gemeindegebiet. Sehen wird man die 160 Meter hohen Windräder ohnehin, gleichgültig, ob es nur Aachener Räder sind, oder ob ein paar Roetgener dabeistehen.

Wie die Verwaltung dem Bauausschuss am Dienstag mitteilte, bietet sich, angrenzend an die Aachener „Konzentrationszone”, für eine Ergänzung des Windparks auf Roetgener Seite nur der Bereich südlich der Vennbahntrasse/westlich der „Himmelsleiter” (B258) an. Eine Erweiterung nach Osten ins Tal der Vicht sei sowohl wegen der Topographie als auch wegen der dann eingeschränkten Naherholung ausgeschlossen.

Die Liste der Anforderungen bei der Planung, beim Immissionsschutz, beim Natur- und beim Landschaftsschutz ist lang und das Thema wird die Roetgener Kommunalpolitiker, deren Informationsbedarf groß ist, noch länger beschäftigen. Die Stadtwerke Aachen haben bereits mit der CDU gesprochen. UWG, FDP und Grüne sind Montag dran, und die SPD wird sicher auch nicht vergessen, obwohl ein Gesprächswunsch an die Sozialdemokraten noch nicht herangetragen wurde, wie Fraktionschef Onasch betonte.

FDP strikt dagegen

Die Grünen sind Feuer und Flamme, die FDP lehnt das Großprojekt kategorisch ab und die CDU will es „im Wald eigentlich auch nicht”. Soviel steht jetzt schon fest. Die SPD und die UWG wollen erst einmal mehr darüber wissen, unter anderem auch, ob der Ertrag den Aufwand rechtfertigt. Grundlage allen Tuns soll aber ein Gutachten sein, das Antwort auf eine in der Tat elementare Frage gibt: Ist dort überhaupt genug Wind?
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