Nordeifel - Windhose deckt Dächer ab: Und plötzlich ist der Baum weg

Windhose deckt Dächer ab: Und plötzlich ist der Baum weg

Von: Carmen Krämer und Ernst Schneiders
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Ein kurzer, aber heftiger Sturm verursachte am Montagvormittag mancherorts ein Bild der Verwüstung. So auch an der Elwin-Christoffel Realschule in Monschau, wo mehrere Bäume umstürzten und unter anderem diesen Traktor unter sich begruben. Foto: Carmen Krämer

Nordeifel. „Ich war gerade im Dorf. Da habe ich mich umgedreht und sehe plötzlich eine schwarze Wand vor mir”, beschreibt Heidi Niessen aus Imgenbroich die Windhose am Montag. „Schnell nach Hause, denk ich noch, und da wirbelt schon alles durch die Luft.”

„In der Einfahrt angekommen, wundere ich mich über die freie Sicht auf das Nachbarhaus und dann fiel es mir auf: Die große Rotbuche lag auf dem Boden, nicht einfach umgefallen, sondern rausgedreht.”

Temperatur stark gefallen

„Innerhalb von ein paar Minuten ist die Temperatur um zehn Grad gesunken, so was habe ich noch nie erlebt. Das war bestimmt ein Wirbelsturm”, ergänzt Nachbarin Karin Kirch.

Ein Bild der Verwüstung bot sich jedoch nicht nur in Imgenbroich, wo herabgestürzte Äste und gelöste Plakate Gehwege und Straßen bedeckten. Auch in Monschau an der Elwin-Christoffel-Realschule zeigte sich, dass dieser kurze Sturm heftige Folgen mit sich gebracht hatte.

Dort waren ungefähr zehn Fichten vom Hang auf die Straße gestürzt und hatten ein Moped, zwei Roller und einen Traktor auf dem Schulparkplatz unter sich begraben. Die Helfer vor Ort hatten alle Hände voll zu tun und waren selbst ständig in Gefahr, weil weitere Bäume umzustürzen drohten.

Ein anderes Bild bot sich am Gericht in Simmerath, wo sich das Dach der Bushaltestelle Richtung Eicherscheid gelöst hatte. Machte die Situation dort zunächst den Anschein, als habe jemand das Dach bereits zur Seite geräumt, fiel erst bei genauerem Hinsehen auf, dass das schwere Holzdach über die Straße in ein Feld geschleudert worden war. Dabei habe es wahrscheinlich ein auf dem Parkplatz stehendes Auto gestreift, vermutete eine Passantin.

Kurz nach 11 Uhr hatte sich der Himmel verdunkelt. Ein Sturm brach los, der die Messgeräte unseres Eifelmeteorologen Bodo Friedrich rasant auf 71 km/h hochschnellen ließ. Im Bereich der Realschule kam es zu einer „punktuellen Ansaugung”, also zu einer räumlich eng begrenzten Orkanböe.
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