Wildromantisch: „Pejo-Weiß-Wanderweg“ eröffnet

Von: Peter Offermann
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Ein Wanderweg für einen ehrlichen Mann, der immer zu seinem Wort stand und seine Meinung vertrat: Am Mittwochmorgen wurde der „Pejo-Weiß-Wanderweg“offiziell eröffnet. Foto: P. Offermann

Monschau. Mit einprägsamen, emotionalen und kurzen Grußworten ist vor etwa 60 Wanderfreunden aus der Region sowie einigen geladenen Ehrengästen am Mittwochmorgen gegen 10.30 Uhr bei Sonnenschein und kühlen neun Grad der „Pejo-Weiß-Wanderweg“ offiziell eröffnet worden.

Es ist ein Wanderweg, der ganz nach dem Geschmack des berühmten Namensgebers gewesen wäre: Denn die Strecke, die sich vom Wanderparkplatz Dreistegen auf über 4,8 Kilometern durch den Wald in Richtung Kalterherberg schlägt, zeichnet sich durch mehrere Schikanen aus. „Solch eine Wanderroute, die sich wildromantisch durch die urige Natur schlängelt und darüber hinaus ein gewisses Maß an körperlicher Fitness erfordert, hätte Pejo Weiß sehr gut gefallen“, so Klaus Hilgers, Vorsitzender des Eifelvereins Monschau.

Bei der Umbenennung der bislang unter dem wenig klangvollen Namen „Wanderweg 65“ firmierenden Route in „Pejo-Weiß-Wanderweg“ hob Hilgers die intensive Unterstützung der Initiative des Eifelvereins durch den Ortsvorsteher Georg Kaulen hervor. Generell sei sein Einsatz für den Verein einfach nur als „klasse“ zu bezeichnen.

In den weiteren Ansprachen wurde zudem das Lebenswerk und das Engagement für Monschau und die Eifel durch den Bundesverdienstkreuzträger Pejo Weiß gewürdigt. Ein aufrechter, stets ehrlicher Mann, der immer zu seinem Wort stand und seine Meinung vertrat – auch wenn sie unbequem war. Daher war es für den Verein klar, dass man diesem Mann am besten ein Denkmal setzt, in dem man ihn mit einem eigenen Wanderweg ehrt.

Ideales Denkmal

Natur pur, mehrere Hinweistafeln an den Wegesrändern, die an den Ehrenvorsitzenden erinnern, das ist genau das Richtige, um dem Heimatkundler und Autor der Monschauer Jahrbücher zu gedenken. Eine Straße, gepflastert und rechts und links von Häusern gesäumt, wäre dem Naturliebhaber Weiß nicht gerecht geworden.

Besonderen Dank erhielt die Initiative von der Tochter des im Jahr 2012 im Alter von 85 Jahren verstorbenen Pejo Weiß, Angela Schünemann. Auch sie vertrat die Meinung, dass gerade dieser Weg dem Vater sehr gut gefallen hätte. Im Namen der Familie bedankte sie sich mehrfach recht herzlich, sichtlich gerührt und versprach, dass sich die aus zeitlichen Gründen nicht anwesenden Kinder und Enkelkinder riesig freuen, den Weg, der dem Vater und Großvater gewidmet ist, bald einzuschlagen.

Neben zahlreichen Büchern und ungezählten Beiträgen lebt Pejo Weiß nun auch in seinem liebsten Hobby weiter: dem Wandern.

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