Schmidt - Wildpark Schmidt: „Halbstarke” Hirsche ärgern den Chef

Wildpark Schmidt: „Halbstarke” Hirsche ärgern den Chef

Von: ale
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Den Herausforderungen seiner jüngeren Kontrahenten zeigt sich der Platzhirsch gewachsen.

Schmidt. Jetzt hört man sie wieder, die röhrenden Hirsche. Im Wildpark in Schmidt hat die Brunft begonnen, und den Besuchern bietet sich mitunter ein beeindruckendes Schauspiel mit lautstarker Untermalung.

Der Platzhirsch ist ein erfahrenes Tier, ein ungerader 18-Ender. Besonders in den Morgenstunden kann man beobachten, wie er ruhelos um sein Rudel herum läuft, offensichtlich in ständiger Sorge, dass keiner der Konkurrenten sich nähert.

Aus dem Dickicht ertönt der Ruf eines jüngeren Hirsches, wütend gibt der Platzhirsch Antwort. Dann ist ein Laut wie ein raues, heiseres Bellen zu hören, es kommt aus einer völlig anderen Richtung, und der Boss rennt wieder zum Waldrand, um sich imponierend in Pose zu werfen. Ernsthafte Konkurrenz hat er in diesem Jahr noch nicht, weiß Willibert Scheidtweiler, der Pächter des Wildparks.

„Die anderen Hirsche sind wesentlich jünger, Halbstarke sozusagen. Sie könnten ihn nicht besiegen und die Regentschaft über das Rudel beanspruchen. Aber sie ärgern ihn, rufen ständig und halten ihn auf Trab.”

So kommt der Chef nicht zur Ruhe, er hat Stress, kaum Zeit zum Fressen und hat schon deutlich Gewicht verloren. Auch seine Damen machen einen leicht nervösen Eindruck, Tag und Nacht geht das so mit dem herausfordernden Gebrüll und dem Hin- und Her-Rennen.

Und schließlich müssen sie ja stets zur Verfügung stehen, damit der Platzhirsch genügend Hirschkälber zeugen kann!

Im zweiten Rotwildgatter findet man noch kapitalere Hirsche, zwei 20-Ender. Die leben allerdings zurzeit noch friedlich zusammen in ihrem Rudel; hier erwartet Willibert Scheidtweiler, dass in Kürze auch die Brunft beginnen wird.

Oft bleibt es beim Imponiergehabe und drohenden Gebärden, aber es ist auch schon zu spektakulären Kämpfen gekommen, bei denen ein Hirsch ernsthaft verletzt wurde. „Einmal sprangen sämtliche Gäste im Café auf und liefen nach draußen, um vom Zaun aus einen wütenden Kampf zu beobachten”, berichtet der Pächter.

Damit interessierte Naturfreunde die Brunft aus der Nähe erleben können, bietet das Ehepaar Scheidtweiler an, dass man abends bis ca. 18.30 Uhr im Wildpark bleiben darf.

Außerdem lohnt sich der Rundgang durch den Park, wo man heimische Tiere beobachten kann: Bergziegen, Meerschweinchen und Kaninchen begeistern die Kinder; Mufflons mit viel Nachwuchs, Schwarzwild, eine große bunte Entenschar, Damwild und Rotwild leben hier in ihrer natürlichen Umgebung. Lillis Kaffeestube ist weithin bekannt, hier gibt es stets frischen hausgemachten Kuchen. Die Öffnungszeiten sind: dienstags bis samstags von 9.30 bis 17 Uhr, sonntags bis 17.30 Uhr. Montags ist Ruhetag.
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