Wildnis-Trail: Naturerlebnis für mehr als 10.000 Wanderer

Von: ho
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Zehn Jahre Wildnis-Trail: Im Einruhrer Heilsteinhaus feierte man, und die Vertreter der Nationalparkeinrichtungen erhielten von Michael Lammertz (rechts) für ihre Einrichtungen große Holzscheiben mit dem Piktogramm des Wildnis-Trails. Foto: Hoffmann

Einruhr. Er ist weit über die Grenzen der Region gleichermaßen bekannt wie beliebt: der insgesamt 85 Kilometer lange Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel, dessen zehnjähriges Bestehen jetzt gefeiert wurde.

In vier Tagen kann man auf ihm unter dem Motto „Quer durch – Mitten drin“ durch den Nationalpark von Höfen im Süden bis zur nördlichen Spitze bei Zerkall wandern und dabei ein wunderschönes Naturerlebnis genießen. Laut Michael Lammertz, dem stellvertretenden Leiter der Nationalparkverwaltung und Initiator des Wildnis-Trails, wurde der Trail in den vergangenen zehn Jahren von mehr als 10.000 Personen erwandert.

Sowohl Lammertz, als auch Margareta Ritter, Monschaus Bürgermeisterin und Geschäftsführerin der Monschauer Land Touristik, bezeichneten bei der Jubiläumsfeier im Einruhrer Heilsteinhaus vor vielen Gästen den Wildnis-Trail als das erfolgreichste touristische Arrangement in der Eifel. Man habe „Naturerlebnis pur als touristisches Angebot“ geschaffen.

Ritter ließ bei der Begrüßung nochmals die Entwicklung des Projekts Revue passieren und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Zur regelmäßigen Fernsehberichterstattung hielt sie fest, dass „hiernach in unserer Buchungsstelle die Anfragen jeweils deutlich nach oben gingen“. Für Margareta Ritter gehört der Abschnitt von Wahlerscheid nach Hirschrott im Übrigen zum „schönsten Stück“ des Trails.

Wie Michael Lammertz hervorhob, hat der Trail seit seinem Beginn Wanderer aus aller Welt, so auch aus Kanada und von den Bahamas, angelockt.

Bei der Ideenfindung zum Wildnis-Trail wollte man laut Lammertz eine Herausforderung mit „Gipfelkreuz-Charakter“ schaffen, was offensichtlich gelungen sei. Reizvoll sei sicher auch, dass zwischen den Etappen zertifizierte Nationalpark-Gastgeber für das leibliche Wohl der Wanderer sorgen, sich auf Wunsch um den Gepäcktransport gekümmert werde und Buchung und Organisation in einer Hand bei der Monschauer Land Touristik liege.

Auffallend sei zudem die große Zufriedenheit der Wanderer. 96 Prozent der im Großteil zwischen 31 und 60 Jahre alten Befragten würden den Trail weiterempfehlen. Wie Lammertz erklärte, habe das Angebot auch Interessierte in die Region gelockt, die den Nationalpark bisher noch nicht besucht hätten. „54 Prozent der Wanderer auf dem Wildnis-Trail kamen dadurch das erste Mal ins Großschutzgebiet.“

Dazu gehörte auch Thomas Brutschin aus Bad Münstereifel, der auch bei der Feierstunde im Heilsteinhaus in Einruhr mit seiner siebenjährigen Tochter Lilu anwesend war. Die war 2010 als zwei Monate altes Baby im verschneiten Nationalpark warm eingepackt im Schlitten über den Wildnis-Trail gezogen worden und ist damit eine der jüngsten Bezwingerinnen des Trails. Dazu hielt Vater Brutschin stolz fest: „Die Tage auf dem Wildnis-Trail stehen in unserer Familie für ein prägendes Naturerlebnis, von dem immer wieder gerne erzählt wird.“

Wie Gotthard Kirch, Geschäftsführer Rureifel-Tourismus und verantwortlich für den Bildungsurlaub auf dem Wildnis-Trail, mitteilte, sei dieses Angebot seit 2007 20-mal von etwa 350 Menschen aus ganz Deutschland angenommen worden. Kirch: „Vom Jumbo-Piloten über den Hochschulbiologen bis zum Barfußläufer war alles dabei.“ Zum Jubiläum überreichte Michael Lammertz dann auch Geschenke.

Die Vertreter der Nationalparkeinrichtungen in Einruhr, Gemünd, Heimbach und Zerkall erhielten von Nationalpark-Rangern gefertigte große Holzscheiben mit dem Piktogramm des Wildnis-Trails, dem Wildkatzenkopf, um damit an ihren Häusern die Etappenpunkte des Trails zu visualisieren. Im Anschluss an die Feierstunde machte man sich zu einer Jubiläumswanderung in Richtung Urftstaumauer auf, von wo es dann per Schiff zurück nach Einruhr ging.

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