„Wilder Kermeter”: Ab sofort barrierefrei

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Umweltminister Johannes Remmel
Umweltminister Johannes Remmel (3.v.r.), Vertreter des Nationalparks Eifel und des Naturparks Eifel, politische Mandatsträger sowie Mitarbeiter beteiligter Institutionen eröffneten den „Wilden Kermeter”. Foto: bel

Heimbach/Schleiden. Naturschutzgebiete und Nationalparks einzurichten, ist eine gute Sache, dient der Natur und dem Menschen. Mit der Kooperation von Naturpark Nordeifel und Nationalpark Eifel ist es jetzt aber auch gelungen, dass alle Menschen die Schönheit des „Wilden Kermeters” erleben können.

Zur Eröffnung des barrierefreien Wanderweges nannten die Redner dies „einen ersten Meilenstein auf dem Weg, die Nationalparkregion langfristig und bestmöglich für Menschen mit und ohne Behinderung zu erschließen”. „Dem Nationalpark Eifel und dem Naturpark Nordeifel ist eine einzigartige Vorreiterrolle für NRW, wenn nicht für ganz Deutschland, gelungen”, gratulierte Umweltminister Johannes Remmel allen Beteiligten.

Weit über 120 geladene Gäste wohnten auf dem Höhenrücken zwischen Heimbach, Simmerath und Schleiden der feierlichen Eröffnung des „Hirschley-Weges” bei. Zahlreiche Mandatsträger der Region, an ihrer Spitze der Heimbacher Bürgermeister Bert Züll, sowie Vertreter aus Landes- und Bundespolitik ließen es sich nicht nehmen, die Schere zum Zerschneiden des roten Bandes in die Hand zu nehmen. Henning Walter, Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW, sagte, es sei nicht immer leicht gewesen, die Bedürfnisse von alten und jungen Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen zu berücksichtigen. „Doch jetzt freue ich mich, dass wir ein attraktives Angebot für alle präsentieren können.”

Was ist anders auf dem fast fünf Kilometer langen Wanderweg? Sylvia Montag, Projektkoordinatorin, erläuterte das „Barrierefreie” des Weges. Demnach präsentieren sich alle Einrichtungen im „barrierefreien Natur-Erlebnisraum” wie Parkplatz, Bushaltestelle und Sanitäranlagen für Rollstuhlfahrer ohne jedes Hindernis. Bänke stehen in regelmäßigen Abständen, so dass Blinden eine Orientierung gegeben wird. Hinzu kommen vier Sinnesliegen mit Tafeln. Alle Informationen sind in Punktschrift und erhabener Großschrift dargestellt oder akustisch aufbereitet. Auch ein Faltblatt mit Informationen zum „Wilden Kermeter” ist bei der Nationalparkverwaltung erhältlich.

Alle Menschen, mit und ohne Behinderung, Senioren und Familien mit Kinderwagen, können den Eifeler Höhenrücken auf eigene Faust erleben. Zusätzliche Hilfen bieten die Nationalpark-Tore und Infopunkte. Geschulte Ranger und Waldführer für Behindertengruppen bieten aufgearbeitete Wanderungen an. Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln der EU und des Landes NRW. Sieben weitere Naturerlebnisgebiete im Nationalpark sollen im Förderprojekt „Natur für Alle in Natura-2000-Gebieten der Eifel” realisiert werden. Unterstützt wurde das Projekt „Wilder Kermeter” von der „Louis-Braille-Schule für Blinde” in Düren, dem „Gehörlosenheim Euskirchen” und der „Anna Freud-Schule” Köln. Die „Nationale Koordinatenstelle Tourismus für Alle (NatKo)”, der „Deutsche Schwerhörigenbund Köln”, die Kölner Behindertenvertretung „Hören”, der „Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein” sowie die anerkannten Umweltverbände NRW förderten das Kermeter-Projekt mit Rat und Tat.
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