Wie soll es für die Grundschule Kalterherberg weitergehen?

Von: fm
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Kalterherberg. Die Zukunftswerkstatt ist über den Initiativkreis Dorfentwicklung Kalterherberg in die Nachnutzung der Grundschule eingebunden. Bei der dritten Sitzung des Initiativkreises, diesmal in den Räumen des Trommler- und Pfeiferkorps, ging es aber um mehr als nur die Nachnutzung der Grundschule. Sie soll in das noch zu erarbeitende Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) eingebunden werden.

Für die Nachnutzung der Grundschule laufen die Überlegungen zu Lösungsansätzen schon länger, beim Dorfinnenentwicklungskonzept steht alles noch in den Anfängen. Daneben verfolgt die Zukunftswerkstatt weiter mit Erfolg ihr Projekt „Walderlebnisparcour Kölschkier“.

Die zur Sitzung eingeladene Dorfbevölkerung verfolgte alle Beiträge mit großem Interesse und vielen Anfragen und Beiträgen zu den einzelnen Themen. Eine Frage überlagerte aber die ganze Veranstaltung: „Wie geht es mit der Nachnutzung der Grundschule demnächst konkret weiter.“

Den Startschuss zu lebhaften Diskussionen und interessanten Vorträgen zu den einzelnen Projekten, die Kalterherberg zukunftsfest machen sollen, gaben Ortsvorsteher Norbert Rader und Jochen Leyendecker als Vorsitzender der Zukunftswerkstatt. Die Moderation des Abends lag in Händen von Aarne Kreuzinger-Janik. Für die Städteregion referierte Andrea Drossard und für die Bietergemeinschaft Neuland und Loth Susanne Neumann und Christine Loth. Für die Stadt Monschau sprach Björn Schmitz einige Kernpunkte zu den geplanten Projekten an.

Vor den Referaten erläuterte Aarne Kreutzinger-Janik die Ausgangslage. Ziel der Sitzung müsse sein, beim Projekt „Nachnutzung Grundschule“ Fortschritte zu erzielen. Das Projekt „Kölschkier“ der Zukunftswerkstatt und die Arbeit der Oberstufe des Monschauer St.-Michael-Gymnasiums zur Entwicklung des Dorfes müssten in das DIEK eingebunden werden. Eine zielgerichtete Dorfentwicklung erfordere eine ganzheitliche Betrachtung des Dorfes.

Björn Schmitz erläuterte die Position der Stadt Monschau zur Lage in Kalterherberg. In früheren Dorfentwicklungskonzepten habe der Fokus auf bauplanerischen Aspekten gelegen. Heute gehe es um mehr Steuerungsmöglichkeiten in der Dorfentwicklung. Mit dem DIEK solle ein Schub für die Weiterentwicklung des Dorfes eingeleitet werden. Dabei wolle die Stadt die Dorfbevölkerung begleiten.

Für die Bietergemeinschaft zeigten Susanne Neumann und Christine Loth auf, wie ein schlüssiges Konzept für das komplexe Aufgabenpaket Dorfentwicklung aussehen könnte. Dabei war die Rede von Grundberatung zur Lösungsstrategie, Bestandsaufnahme, einer Bürgerversammlung am 15. Juni, Sammlung von Projekten, Festlegung von Projektschwerpunkten und dem Erstellen eines Gesamtkonzeptes um die Jahreswende. Aarne Kreuzinger-Janik merkte dazu an, das Prinzip Gießkanne sei gestern gewesen, heute führe der Weg zu den Fördertöpfen nur über ein ausgewogenes und schlüssiges Gesamtkonzept.

In einem weiteren Kurzreferat stellte Andrea Drossard vor, wie die Nachnutzung der Grundschule über das regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) der Städteregion finanzierbar sei. Ein Lösungsansatz gehe von einer Gesamtlösung mit den Nachbarkommunen Simmerath und Roetgen aus. In einem anderen Ansatz solle das Projekt unabhängig vom Gesamtkonzept als Aktivkompetenzzentrum auf die Antragsschiene gesetzt werden.

Für Aarne Kreuzinger-Janik lichtete sich trotz der vielfältigen Informationen nicht der Nebel um die Frage, wie es nun konkret weiter gehen soll. Nacheinander meldeten sich Zuhörer zu Wort. Deren Kernaussagen lagen alle dicht beieinander. Das DIEK sahen alle als eine gute Möglichkeit, die Dorfentwicklung voranzutreiben. Eine Lösung für die drängende Frage der Nachnutzung der Grundschule biete das DIEK nicht. Nur von dem Einstiegsprojekt „Nachnutzung Grundschule“ versprachen sich alle eine erfolgreiche Entwicklung des DIEK. Der Hinweis aus der Bietergemeinschaft, das DIEK sei langfristig angelegt und die Nachnutzung der Grundschule diene nur als Einstiegsprojekt, fruchtete nicht. Es blieb dabei, alle Wortmeldungen zielten darauf, das Einstiegsprojekt funktioniere nur dann als Türöffner, wenn in der Bürgerversammlung am 15. Juni konkrete Schritte für die Nachnutzung Grundschule vorgelegt würden.

Um die festgefahrene Diskussion etwas zu entzerren, trug Jochen Leyendecker den neuesten Stand zum Projekt „Walderlebnisparcours Kölschkier“ vor. Das Projekt ist inzwischen im Leaderförderprogramm aufgenommen. Damit sind alle Voraussetzungen für die Umsetzungsphase gegeben. Über Details zum Projekt ist an anderer Stelle schon berichtet worden.

Die Frage, welche konkreten Antworten zur Nachnutzung Grundschule der Bevölkerung in der Bürgerversammlung gegeben werden sollen, stand immer noch unbeantwortet im Raum. Aarne Kreuzinger Janik brachte jetzt die Machbarkeitsstudie „Radkompetenzzentrum“ ins Spiel. Sie soll allen Teilnehmern an der Diskussionsrunde zur Verfügung gestellt werden. Aus den Rückmeldungen dazu soll ein Lenkungsausschuss die Punkte herausfiltern, die konkrete Lösungsansätze bieten. Dieser Ausschuss ist mit Aarne Kreuzinger-Janik, Rainer Mertens, Jürgen Paulus und Philipp Krüger besetzt. Ein Vertreter des Jugendraumes wird noch benannt. Außerdem gehören dazu Vertreter der Stadt Monschau und der Bietergemeinschaft Neuland-Loth. Beratend sind die Städteregion und Barbara Frohnhoff von der Mon-Touristik mit im Boot.

Man darf gespannt sein, wie die konkreten Lösungsansätze zum Startprojekt „Nachnutzung Grundschule“ aussehen werden. Davon hängt viel für eine positive Entwicklung des DIEK ab.

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