Nordeifel - Wetterbilanz: Nur sieben Sonnenstunden in Mützenich

Wetterbilanz: Nur sieben Sonnenstunden in Mützenich

Von: kjl
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Kaum Sonne, aber extreme Temperaturgegensätze gab es im Januar 2013: Unter einem trüben Eifel-Himmel lag auch weitgehend die Paustenbacher Höhe. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. In Erinnerung bleibt vom Hochwintermonat Januar 2013 eine lange Kältewelle, die jedoch durch die frühlingshaften Temperaturen im ersten Monatsdrittel und gegen Monatsende nicht ausreichte, um den Durchschnitt insgesamt herunterzuziehen.

Die Mitteltemperatur schwankte in den Höhengebieten des Kreises Aachen zwischen -1,0 Grad in Monschau-Mützenich und -0,7 Grad in Simmerath-Strauch (Aachen +1,3 Grad). Die Abweichungen lagen -0,5 bis -1,0 Grad unter dem 30-jährigen Mittel.

Der Januar blieb also noch vergleichsweise mild, aber extrem trüb. Seit mindestens 35 Jahren (1978) schien die Sonne im Januar nicht mehr so wenig: Mützenich: 7 Stunden, Windpark Wahlerscheid und Kalterherberg: 10 Stunden und Aachen: 22 Stunden. Die sonnenscheinärmste Wetterstation des DWD in Deutschland war übrigens Nürburg-Barweiler ebenfalls mit nur sechs Sonnenstunden wie Mützenich.

Im Temperaturbereich gab es ein Auf und Ab der Extreme. Zuerst war es sehr mild, dann folgten 14 Tage Dauerfrost und schließlich frühlingshafte Rekordwerte zum Monatsende. Die Spitzenwerte der Wetterstationen lieferte der 30. Januar mit 10 Grad auf den höchsten Kuppen und 13 Grad im Aachener Umfeld.

Vom absoluten Höchstwert für das letzte Januardrittel (17,1 Grad in Aachen am 25. Januar 1918 und 15 Grad in Monschau) waren wir noch weit entfernt. Innerhalb der 14-tägigen Kältewelle vom 11. bis 26. Januar wurden die absoluten Tiefstwerte am 13. und 14. gemessen (in Klammer der Bodenfrost): -8,2 Grad in Roetgen (-12,7); -8,5 Grad in Aachen (-13,0); -8,8 Grad am Windpark Wahlerscheid (-12,5); Simmerath-Strauch -9,5 Grad; Kalterherberg -10,3 Grad (-12,6) und Monschau-Höfen -10,5 Grad. In allen Höhenlagen gab es zahlreiche Frostnächte, so z.B. in Aachen-Orsbeck 16 und in Kalterherberg 18.

Vom 27. bis 31. Januar schmolz der Süd-Sturm alle vorhandenen Schneedecken. Täglich gab es Sturmböen der Stärke 8-9 in allen Höhenlagen (stellenweise bis Stärke 10 in Kalterherberg). Bei 10-13 Grad hatten die Pollenallergiker in dieser Zeit ungewöhnlich früh unter Haselpollen zu leiden.

Auch bei den Niederschlägen gab es ein sehr unterschiedliches Bild der Regensummen zwischen dem Monschauer Höhengebiet und dem Aachener Bördenland. Die Regensummen blieben dabei in den Höhengebieten meist unter den Durchschnittswerten: Aachen 112 l/qm, Mützenich 108, Kalterherberg 82, Roetgen 80, Perlenbachtalsperre 75, Simmerath 66 und Rurberg Staumauer 52 l/qm.

Zu Beginn des zweiten Monatsdrittels gelangte zunehmend Polarluft in unsere Region, so dass die Niederschläge überall in Schnee übergehen.

Der Kreis Aachen war vom 16. bis 24. komplett mit einer Schneedecke zugedeckt. Die maximalen Schneehöhen unterschieden sich regional kaum und reichten für einige Rodelpartien und Skiabfahrten: Windpark Wahlerscheid: 14 cm, Höfen, Lammersdorf und Simmerath: 10 cm, Roetgen und Rurberg: 9 cm und Aachen: 6 cm. Die aktuelle Kälteperiode erreichte genau zu Karneval ihren Höhepunkt. Optimale Wintersportbedingungen lockten Tausende Besucher in die Wintersportzentren des Hohen Venns und des Monschauer Höhengebietes. Die derzeit winterliche Lage soll noch bis Ende Februar andauern, auch wenn es ab und zu Temperaturen bis +2 Grad gibt.

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