Wettbewerb: Plakative Ideen gegen Rechts

Von: Valerie Barsig
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Bekenntnisse gegen Rechts in S
Bekenntnisse gegen Rechts in Szene gesetzt: Die Aachener Bürgermeisterin Margarethe Schmeer (v. l.), Tim Schlösser von der Grünen Jugend Aachen, und die stellvertretende Städteregionsrätin Elisabeth Paul ehrten die Gewinner des Plakatwettbewerbs. Foto: Heike Lachmann

Städteregion Aachen. Rechts ist überall - das zeigt sich nicht nur an den Ereignissen rund um das Zwickauer Neonazi-Trio, sondern auch an der Situation in Aachen. „Unsere Region hat sich zu einer Hochburg der rechtsextremen Szene entwickelt”, meint die stellvertretende Städteregionsrätin Elisabeth Paul von den Grünen.

„Die Szene ist vielfältiger, subtiler und damit auch viel gefährlicher geworden.” Die Rechten versuchten gerade vehement, junge Leute von ihren Ansichten zu überzeugen. „Von rechtsextremem HipHop bis zu veganen Tierrechtlern - immer wieder werden jugendliche Subkulturen unterwandert oder kopiert.”

Um das zu unterbinden und um sich klar gegen Rechts zu bekennen, hat die Grüne Jugend vor einigen Monaten mit zahlreichen Partnern einen Plakatwettbewerb an Schulen der Region organisiert. „Wir haben uns gefragt, was wir als Jugendorganisation gegen Rechts tun können”, erzählt Tim Schlösser, Sprecher der Grünen Jugend Aachen. Auslöser für die Idee seien unter anderem die rechten Schmierereien in Aachen am Jüdischen Friedhof an der Lütticher Straße sowie an den Parteibüros der Linken und der SPD im vergangenen Herbst gewesen.

Die Idee stieß auf große Resonanz: 130 Plakate wurden eingeschickt, von denen vier von einer Jury - bestehend aus Janine Teucher (Städteregion), Nora Schulte (Vertreterin des Rings politischer Jugendorganisationen) und Diplom-Designerin Ilka Helmig (FH Aachen) - ausgezeichnet wurden.

Wachsam sein

Wachsam sein und den Anfängen wehren, darauf käme es an, sagt Elisabeth Paul. Und so heißt es auf den Plakaten: „Aachener sind intolerant - gegenüber Nazis.” Und: „Wir sind viel mehr!” Im Foyer des Städteregionshauses an der Zol-lernstraße werden ab sofort die 16 besten Plakate ausgestellt. Ab Ende Januar sind außerdem die prämierten Plakate an den Bushaltestellen in Aachen zu sehen. Gefördert wird die Aktion durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken”.

In der Kategorie Mittel- und Unterstufe gewann Marvin Mostert aus der 7. Klasse der Albert-Schweitzer Förderschule Würselen den ersten Platz mit seinem Plakat „Schüler gegen Rechts”, der mit 200 Euro dotiert ist. 100 Euro für den zweiten Platz erhielten Saskia Beuth, Jessica Hammer und Laura Poth aus der 6b der Hauptschule Kogelshäuserstraße Stolberg. In der Kategorie Oberstufe landete Nastasja Groeger auf Platz eins, Jan Jussen auf Platz zwei. Beide besuchen das Berufskolleg für Gestaltung und Technik der Städteregion in Aachen.
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