Lammersdorf - Wettbewerb AC2: Bald starten erfolgreiche Gründer ihre Produktion

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Wettbewerb AC2: Bald starten erfolgreiche Gründer ihre Produktion

Von: Sarah Maria Berners
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Lammersdorf. „Wir bauen Filter, die Oberschwingungen im Strom herausfiltern und einen Sinus-Verlauf herstellen”, fasst Andreas Brust seine Arbeit in einem Satz zusammen. Das klingt ziemlich kompliziert und genau das ist es auch.

„Solche Filter werden überall da gebraucht, wo Spannung und Energie umgewandelt werden”, versucht Brust die Sache ein wenig zu vereinfachen. In klein stecke so ein Filter etwa auch im Netzteil eines Laptops. Der kann nämlich mit dem 230 Volt Strom aus der Steckdose reichlich wenig anfangen. Wird der Strom umgewandelt, entstehen Störsignale. Und die will man wieder loswerden.

In Industrie-Lüfter-Anlagen oder bei Windkraftanlagen verhalte es sich ähnlich, nur das alles viel größer als im Netzteil sei. Über die Details der Entwicklung möchte Andreas Brust nicht sprechen, schließlich läuft gerade das Patentierungsverfahren - für den Laien wären sie aber wohl ohnehin nicht gerade leicht verständlich.

Erfunden haben Andreas und Martin Brust, beide Diplom-Ingenieure der Elektrotechnik, die Filter nicht. Aber sie haben die Standardtechnologie weiterentwickelt, sie effizienter gemacht. Auf dem Tisch vor Andreas Brust liegt das schwarz auf weiß im Prüfbericht. „Unser Prototyp schlägt die üblichen Filter um Weiten”, sagt er zufrieden. Kernpunkt der neuen Filter: Bei der Umwandlung entstehen üblicherweise große elektrische Verluste und die konnten die Gebrüder Brust minimieren. „Das spart Energie ein und dieser Fakt wird immer wichtiger.”

Und weil die Idee und das Konzept der Gebrüder Brust so überzeugend sind, haben sie im Gründerwettbewerb AC2 den ersten Platz gemacht und ein Startkapital von 10.000 Euro gewonnen. „Entwicklung, Produktion und Vertrieb verlustarmer elektrischer Filter (RLC Filter) für Anwendungen mit Frequenzumrichtern und Transformatoren in der Antriebstechnik” ist das Gründungsprojekt der Zwillinge überschrieben.

Schon im Studium haben sich die beiden Elektrotechniker mit Transformatoren und Filtern befasst. In mehreren Praktika in Unternehmen haben sie sich Wissen angeeignet und es durch viele Theorien im Studium ergänzt. „Es ist spannend zu sehen, was theoretisch gehen müsste und das dann auch in der Praxis zu erproben”, sagt Brust. Jetzt werden Andreas und Martin Brust zu Konkurrenten dieser Firmen. Ihr Produkt soll nicht nur energieeffizienter, sondern auch effizienter im Materialeinsatz sein - und damit auch etwas kostengünstiger.

Einweihung im Juli

Seit ihrem Sieg im Gründerwettbewerb sind die Firmengründer nonstop unterwegs bei Banken, dem Patentamt, potenziellen Kunden und Lieferanten Auf einer Messe in Berlin haben sie vergangene Woche Kontakte zu Maschinenherstellern und Lieferanten geknüpft. Jetzt gilt es, die Produktion vorzubereiten. Noch surrt in der Halle nur das Neonlicht. „Bald wird es hier sehr viel lauter sein”, sagt Brust.

Schwere Maschinen, ein Kran und etliches anderes Gerät müssen noch aufgebaut, die Halle renoviert werden. Wenn die Produktion gut anläuft, können die Brüder die Firma nicht mehr alleine mit der Unterstützung des Vaters schmeißen. „Dann brauchen wir vier Mitarbeiter”, sagt Brust. Und wenn das Produkt dann auch wirklich gut läuft, könnte die jetzige Halle schnell zu klein werden. Aber erstmal wird sie im Juli eingeweiht.

Profitieren können die Brüder auch von der Firma ihres Vaters Claus Brust. Der vertreibt nämlich schon jetzt solche Filter und kann künftig auch die verbesserten Filter seiner Söhne vertreiben.

„Für uns war schnell klar, dass wir uns gerne selbstständig machen wollen”, sagt Andreas Brust. Und dann kam die Idee, am Gründungswettbewerb teilzunehmen. „Mit dem dritten Platz hatten wir gerechnet, aber als dann schon der zweite aufgerufen wurde, waren wir doch ein wenig enttäuscht”, gibt Brust zu. Bis dann die Nummer eins genannt wurde und die Namen der Simmerather Brüder fielen.
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