Wespen erobern die Altglascontainer

Von: P. St.
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Altglascontainer
So sieht es derzeit aus am Altglascontainer in Imgenbroich: Viele Bürger schrecken vor den Wespen zurück und legen in sicherer Entfernung Gläser und Flaschen ab. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Kein Tag ohne Wespengeschichten: Gestern wurde jemand ins Ohrläppchen gestochen, vorgestern gab es Flaschenbier mit Wespenzusatz. Die schwarz-gelben Plagegeister sind derzeit überall: Im Eiscafé, in der Bäckerei, am Rurseestrand.

Am liebsten sind die Wespen, die ihr Brutgeschäft längst erledigt haben und sich jetzt mit Herumschwirren den restlichen Sommer vertreiben wollen, natürlich dort, wo es süß und schmierig ist - zum Beispiel am Glascontainer.

Besonders extrem ist derzeit die Situation am Glascontainer hinter dem Himo im Imgenbroich, dem am stärksten frequentierten Wertstoffcontainer im Stadtgebiet Monschau. Aber auch am Glascontainer in Kalterherberg kann man seit Wochen ein munteres Wespentreffen beobachten, und die Bürger halten vorsichtshalber respektvoll Abstand.

Am Glascontainer hinter dem Himo haben sich inzwischen vor den blauen Containern Berge von Altglas aufgetürmt. Viele Bürger legen ihre Flaschen nur noch in sicherer Entfernung ab; an der Einwurföffnung ist es viel zu gefährlich.

Die Stadt Monschau befürchtet nun, dass sich die Situation weiter verschärft, je mehr Glas sich vor den Containern sammelt. Daher bittet Ordnungsamtsleiter Vinzenz Klein die Bürger darum, dass man das Altglas nicht gerade nachmittags an heißen Tagen entsorgt, wenn man ohne keine Chance hat, den Container gefahrlos zu erreichen.

Momentan sei es sicherlich angebracht, erst bei schlechter Witterung, wenn die Wespen keinen Drang zum Ausschwärmen verspürten, den Altglascontainer aufzusuchen oder erst zu den Abendstunden bzw. frühen Morgenstunden, wenn die lästigen Insekten noch nicht so aktiv sind.

Auch könne es derzeit Sinn machen, das Altglas nach Möglichkeit eine Zeit lang zu Hause zu lagern, bis das die Wespen sich wieder verzogen hätten.

Derzeit sieht die Stadt keine Möglichkeit, die unaufgeräumte Situation an den Glascontainern abzuändern, da das von der Stadt Monschau zur Reinhaltung des Umfeldes beauftragte Sozialwerk Eifeler Christen sich ebenfalls nicht mehr den Containern nähert, da diese fest in der Hand der Wespen sind.

Für den schlechten Ruf, in dem Wespen stehen, sind ausschließlich die Deutsche und die Gemeine Wespe verantwortlich. Diese beiden Arten bilden die größten Völker und sind die einzigen der weltweit 61 Arten, die Menschen gegenüber zudringlich werden und sich auch über menschliche Nahrung hermachen.
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