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Werkstatt-Konzert mit Jazz und Pop: 65 starke Stimmen begeistern die Zuhörer

Von: Günther Sander
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Starke Stimmen, super Songs und ein tolles Publikum ließen das Werkstattkonzert des ersten Frauenchorworkshops zu einem schönen Erfolg werden. Foto: Günther Sander

Roetgen. Der Vielharmonische Chor (VHC) rief und viele, viele sangesfreudige Damen signalisierten Bereitschaft, beim ersten offenen Frauenchor-Workshop Roetgen dabei sein zu wollen: 65 Sängerinnen aus der ganzen Region und Stadt Aachen, aus dem belgischen Eupen und aus Luxemburg, fieberten dem außerordentlichen Gesangs-Event entgegen.

All das, um mit dem Initiator und musikalischen Leiter des Frauenchorprojektes „Starke Stimmen“, Rainer Stemmermann aus Dinslaken, arbeiten und auftreten zu können. Der bekannte Sänger, Keyboarder und Vokalcoach liebt die Chöre, liebt es aber auch, selbst zu singen. Er komponiert Pop und Jazz für Chöre und eine Menge cooler Songs. Auf seiner Homepage schreibt Stemmermann: „Singen ist einfach großartig, so viele Menschen als möglich sollten es tun.“ In Roetgen scheint dieses Bekenntnis gefruchtet zu haben, wie die Resonanz verdeutlicht, konnten doch zunächst eine Reihe von Anmeldungen nicht berücksichtigt werden.

Gegenüber unserer Zeitung bestätigt Edmund Kruse vom VHC, dass die Idee zu besagtem Workshop von zwei Chormitgliedern gekommen sei. „Die singen in einem Jazz-Ensemble in Dinslaken unter Rainer Stemmermann und haben dort von dem Projekt ‚Starke Stimmen“ erfahren“, so Kruse. Warum ein Workshop in Roetgen? Ziel und Zweck sei es, Sängerinnen die Möglichkeit zum Singen eines Repertoires im Bereich Pop/Jazz zu bieten, macht Kruse deutlich. Zudem sei es ein Angebot an Chorsängerinnen und Frauen allgemein, die nicht die Möglichkeit haben, in einem Chor singen zu können. Jazz- und Popchöre für Frauenstimmen seien selten, weiß Edmund Kruse.

14 Stunden lang haben die „Starken Stimmen“ am Wochenende mit Meister Stemmermann in Roetgen, in der Privatschule Conventz, die die Räumlichkeiten großzügig zur Verfügung stellte, hart gearbeitet, um am Sonntag beim Werkstattkonzert ihr Können unter Beweis zu stellen. Natürlich organisiere der Vielharmonische Chor Roetgen seit Jahren schon regelmäßig offene Workshops zu unterschiedlichen Aspekten der Chormusik. „Das wird er auch in Zukunft weiter tun“, so Kruse. Das Repertoire bei solchen Workshops lege der Kursleiter fest, denn er habe es ja mit den Sangesdamen einstudiert. Er schwärmte von der tollen Resonanz, so viele Damen auf einmal habe Stemmermann noch nie beisammen gehabt. Es mussten Stühle rangeschafft werden, Sitzplätze waren Mangelware. „Eine Sängerin hat sogar eine 25-köpfige Fan-Familie mit nach Roetgen gebracht“, lachte Kruse. Diese Formation habe noch nie gemeinsam gesungen, werde es sicherlich auch in Zukunft nicht mehr tun.

Der Proben-Ouvertüre folgte am Sonntag eine wahre Meisteraufführung. Starke Stimmen, super Songs, tolle Besucher – Rainer Stemmermann war begeistert. Der engagierte Chorleiter hatte bei den Proben ganze Arbeit geleistet. Harmonie, Enthusiasmus, Freude wurden bei den Sangesdamen spürbar. Dazu ein Repertoire, alles in englischer Sprache, dass eigens für das Werkstattkonzert des ersten Roetgener Frauenchorworkshops arrangiert worden war. Songs, mit denen schon Aretha Franklin, Imogen Heap, Sweet Honey in the Rock und Sade glänzten.

Dann aber war der Frauenchor am Zuge. „I Say A Little Prayer“, stark, überzeugend interpretiert, da sprang der Funke auf die Besucher rasch über. Nicht anders beim „Let Go“, der Aufforderung, sich ins Leben hineinzustürzen, anstatt es nur aus der Ferne zu betrachten. Super das süße Liebeslied „The Way I Am“: Wenn Dir kalt ist, bekommst Du meinen Pullover. Wenn Du ein Licht brauchst, werde ich ein Streichholz finden.“

Der Beifall machte deutlich: Ein Volltreffer! „Smooth Operator“ handelt von einem kühl kalkulierenden Verführer, der von der Liebe der Jetset-Frauen lebt. Da ließen sich die Besucher nicht zweimal bitten, kräftig mitzumachen. „Go In Grace“ hat den Kreislauf des Lebens, der auch ein Irrgarten sein kann, zum Inhalt. Stark nicht nur die Stimmen, stark auch der Chorleiter und überaus stark der Applaus.

„Ich habe hier tolle Menschen erlebt“, lobte Rainer Stemmermann beim Schlussbeifall, der nicht enden wollte. Der VHC besitze mit Manfred Lutter einen „starken“ Chorleiter, der einen „starken Chor“ zur Seite habe, auf den man stolz sein könne.

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