Werbeanlagen dürfen nicht im Wege stehen

Von: P. St.
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So will es neue Sondernutzungssatzung für die Altstadt Monschau: Möbel aus Korbgeflecht und Sonnenschirme in den „Monschauer Farben”. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Wenn ein Cafe- oder Restaurantbesitzer in der Altstadt Monschau künftig Sonnenschirme aufstellt, müssen diese nicht nur einfarbig sei sondern auch den „Monschauer Farben” wie sie im Ortsstatut festgehalten sind, gehalten sein.

Das Mobiliar muss aus Metall, Korb, Holz oder anderem natürlichen Material gefertigt sein. Möbel mit Kunststoffgeflecht können ausnahmsweise zugelassen werden. Kunststoff-Einheitsstühle und -tische (sog. Mono-Blocks) sind dagegen unzulässig. Auch bei den Außenmöbeln gilt es, die Monschauer Farben zu beachten.

So ist es in der neugefassten Sondernutzungssatzung der Stadt Monschau nachzulesen, die jetzt im Hauptausschuss beraten wurde und im Laufe des Jahres 2011 in Kraft treten soll. Verbunden mit der Satzung sind auch detaillierte Gebührentarife.

Im Ausschuss fand die neue Satzung als logische Folge des im Sommer 2010 überarbeiteten Ortstatutes allgemeine Zustimmung. Wesentlicher Punkt der Satzung ist, dass künftig nicht mehr zwischen privaten und öffentlichen Flächen unterschieden wird. „Ich weiß um die Unruhe, die dieses Thema bringen wird”, ahnte auch Bürgermeisterin Margareta Ritter, dass es einer feinfühligen Vermittlung der neuen Satzungsinhalte bedarf. Aus diesem Grund werden auch bereits im Januar Infoveranstaltungen für die Altstadt-Gastronomen stattfinden.

Nicht mehr zulässig ist auch das Aufstellen von Werbeanlagen und Warenständern jeglicher Art, die für Fußgänger oft einen Slalomlauf durch die Altstadtgassen bedeuten.

Auch Altstadt-Ortsvorsteher Günter Kaulen begrüßte die neue Satzung, auch wenn das „ein schwieriger Punkt” sei. Gerade die Aufsteller stellten eine Behinderung auf den Bürgersteigen dar und liefen den Bemühungen für eine barrierefreie Altstadt entgegen.

Als positiv bewertete es Brigitte Olschewski, dass geplant sei, bei der Einführung der neuen Satzung „die Geschäftsleute mitzunehmen.”

Bereits im Jahr 2005 war die Sondernutzungssatzung bezüglich der Aufstellung von Werbeständern geändert worden. Dabei durfte jeder Betrieb höchstens eine werbliche Anlage aufstellen. Die Erfahrung aber zeigte, dass diese Auflage in der Praxis nicht eingehalten wurde.
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