Roetgen - Wer soll für die Vennbahn zahlen?

Wer soll für die Vennbahn zahlen?

Von: -th
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Roetgen. „Die Wiederbelebung der Vennbahn für touristische Zwecke wird von uns unterstützt.” Das ist für die neue Spitze des Roetgener SPD-Ortsvereins die eine Seite der Medaille.

Ein weiterer Ausbau der Vennbahn für Güterverkehr und Personenverkehr wird dagegen auf der derzeitigen Trasse sehr kritisch gesehen. Das erklärte der neue Vorsitzende Frank Knur am Donnerstag in einem Pressegespräch, an dem auch der stellvertretende Vorsitzende Herbert Gasch und Bürgermeister Manfred Eis teilnahmen.

Wie berichtet, strebt die ostbelgische Eisenbahngesellschaft EBBS für das kommende Jahr die Wiederaufnahme der touristischen Fahrten auf der noch maroden Strecke an. Deswegen war ihr Geschäftsführer Edgar Hungs kürzlich auch beim Roetgener Bürgermeister vorstellig geworden.

An Kosten will sich die Gemeinde aber nicht beteiligen, sondern sich auf „logistische Unterstützung” beschränken, falls die Vennbahn wieder am Roetgener Bahnhof halten sollte, was als touristische Attraktion ja auch gerne gesehen wird.

Von den Fahrten würde aber selbst nicht Ostbelgien, sondern in erster Linie Monschau als (vorläufige) Endstation profitieren. Hier wird sogar schon davon geträumt, Gäste aus dem Ruhrgebiet auf der Schiene zu den Events wie Open Air Klassik, Halloween oder „Halali” zu bringen. Wenn´s ums Geld geht, hat sich die Stadt aber immer zurückgehalten.

Jetzt steckt Monschau im Haushaltssicherungskonzept, und solange das Wenige noch für Kunst auf einem Kreisverkehr ausgegeben wird, hält der Unterlieger Roetgen es für kaum wahrscheinlich, dass von hier ein müder Euro für die Instandsetzung der Vennbahn kommt.

Der desolate Zustand ist in Roetgen an den zahlreichen Straßenkreuzungen der Vennbahnstrecke zu erkennen, die teilweise schon lebensgefährlich sind. Während in Lammersdorf Instandsetzungsarbeiten stattgefunden hatten, ging Roetgen kurioserweise bislang leer aus, weswegen Bürgermeister Eis einen geharnischten Brief nach Eupen geschickt hat.

Handeln zieht das aber immer noch nicht nach sich: „Jetzt muss jemand aus Brüssel kommen, um sich die Sache anzusehen.”

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