Höfen - Wenn der Klassenraum zum Museum wird

Wenn der Klassenraum zum Museum wird

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Die Kinder der zweiten Klasse der Heckenlandschule in Höfen hatten viele alte und uralte Gegenstände zusammengetragen: Im Unterricht wurden die Geräte ihrer Urgroßeltern und Großeltern mit den modernen Exemplaren von heute verglichen. Foto: Heckenlandschule

Höfen. Zu großem Staunen bei Kindern und freudvollen Erinnerungen bei Großeltern und Eltern führte eine Ausstellung der zweiten Klasse in der Heckenlandschule. Aus 20 Familien hatten die Kinder viele alte und uralte Gebrauchsgegenstände zusammengetragen. Im Unterricht verglichen sie die Geräte ihrer Urgroßeltern und Großeltern mit den modernen Exemplaren von heute.

„Das moderne Telefon kann man in alle Räume tragen, aber man kann es auch verlieren“, stellten sie die Vor- und Nachteile gegenüber. Aber wie funktioniert überhaupt ein Telefon mit Wählscheibe und wie das alte Telefon mit Kurbel?

Auch die 20 Kilogramm schwere Torpedo-Schreibmaschine wollte im Klassenmuseum jeder einmal ausprobieren, so dass Fabian alle Hände voll zu tun hatte. „Opa hat gesagt, ich muss sie heil wieder zurückbringen“, meinte er besorgt. Jonah bestaunte die vielen Tasten auf der Rechenmaschine „Das waren die ersten Computer …“, vermutete er.

Mit Begeisterung wurde Kaffee gemahlen, die Sackwaage ausprobiert und die alten Holz-Ski bewundert. Clemens erklärte den Gästen, wie die verschiedenen Waagen aus Epochen des letzten Jahrhunderts funktionierten.

Alle Grundschüler der Heckenlandschule und zahlreiche Großeltern und Eltern besuchten das Klassenmuseum der Kinder. Die Begeisterung war groß.

Allerdings machte das Unterrichtsprojekt die Kinder auch nachdenklich. „Früher waren die Omas und Opas nicht so alleine, weil sie in den Familien lebten und auf die kleinen Kinder aufpassten. Früher wurde auch viel weniger Strom gebraucht und es entstand weniger Müll. Die Menschen haben sich auch mehr bewegt beim Waschen, Butterschlagen oder Kochen“, stellen sie auf ihrem Plakat fest.

Doch früher war nicht alles besser. „Viele Kinder starben, weil es keine oder zu teure Medizin gab. Man brauchte auch viel mehr Zeit für alles.“ Einen Speiseplan ohne Bananen, Mandarinen oder Ananas und stattdessen täglich Eintopf, das möchten die Kinder sich lieber nicht vorstellen. Auch auf das eigene Zimmer und die Zentralheizung möchten sie nicht verzichten.

Aber ein bisschen mehr Zeit mit der Familie, gemeinsam kochen, backen, spielen und erzählen, das wäre für viele Kinder eine schöne Vorstellung.

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