Monschau - Wenn der Adler den Salto schlägt

Wenn der Adler den Salto schlägt

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Adler über Monschau: Beeindruckt staunte das Publikum über die Show der Greifvögel und Falkner aus Hellenthal. Foto: Sarah Maria Berners

Monschau. An der Haller-Ruine breitet der Adler seine Schwingen aus. Auf dem Marktplatz sind die Augen der vielen Besucher gen Himmel gerichtet - und da kommt er angeflogen, knapp über den Köpfen des Publikums schlägt er einen Salto, um dann friedlich auf dem Arm von Karl Fischer, dem Chef der Greifvogelstation Hellenthal, zu landen.

Monschau hatte am Wochenende zum Halali geladen und die vier Flugshows der Greifvogelstation inmitten der Altstadt waren wohl unumstritten die Höhepunkte des Festes. Allerdings haben nicht alle Tiere Lust, den Marktplatz anzufliegen. Nachvollziehbar, denn es muss wunderschön sein, in der Luft zu gleiten und auf die vielen Gäste in Monschaus engen Gassen zu blicken.

Da nützen auch die leckeren Fleischstücke in den Händen der Falkner zunächst nichts. „Wir bestimmen, wann wir herkommen, aber alles andere bestimmen die Vögel”, sagt Fischer. Es ist beeindruckend, die majestätischen Raubvögel fliegen zu sehen. Und dann, nach einem ausgedehnten Rundflug, kommen sie doch „nach Hause”.

Neues aus der Waldschule

Während der Präsentation der Tiere auf der Bühne können Groß und Klein Wissenswertes über die Greifvögel erfahren. „Die Eule kann sehr gut sehen. So gut, als könntet ihr aus 400 Metern Entfernung eine Tageszeitung lesen”, erklärt Fischer.

Aber auch im Aukloster können Kinder und Erwachsene jede Menge lernen. Dort hat die rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Halt gemacht und stellt ihre vielen Exponate aus der Tierwelt aus. Außerdem präsentieren die Biologische Station der Städteregion und die Imker ihre Arbeit. Kinder können ihre „Jägerprüfung” ablegen. Dafür müssen sie viele Fragen zu Wald und Natur beantworten - gar nicht so einfach: Wie erkennt man ein Ulmenblatt?

Wer schläft in seiner Decke? Und warum knabbert der Steinmarder an den Kabeln im Pkw? Während die Kinder die vielen Fragen lösen, erklingen vom Markt seltsame Laute. Ist das nicht das Röhren eines Hirsches? Ja! Ist der Hirsch krank? Nein, denn die vermeintlichen Hirsche sind Männer, die mit Gießkannen, Papprohren, Spezialgeräten oder der bloßen Hand die Brunftschreie imitieren - oder es zumindest versuchen. Eine große Gaudi für die Herren auf und das Publikum vor der Bühne.

Auch beim Halali: Eulen-Joe, der für einen guten Zweck mit der Motorsäge geschnitzte Eulen verkauft, ein kleiner Waldlehrpfad mit verschiedenen heimischen Baumarten, eine Ausstellung von Forst- und Gartengeräten, Restaurants mit köstlichen Wildgerichten, Jagdmusik und mehr.
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