Weniger Geld von der Stadt für den Sport

Von: ag
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Monschau. Die Vereine in der Stadt Monschau werden in Zukunft weniger Geld von der Kommune bekommen. Die im Jahr 2010 eingeführte gesonderte Sportförderung für die turnhallennutzenden Vereine wird eingestellt. Das hat der Sozialausschuss der Stadt beschlossen. Hintergrund ist die notwendige Konsolidierung des Haushaltes.

In den Jahren 2010 bis 2014 haben die Vereine, die die Sport- und Turnhallen im Stadtgebiet genutzt haben, zusätzliche Fördermittel erhalten. Das Gesamtbudget betrug jährlich zwischen 22.500 Euro und knapp 29.000 Euro. Diese Fördermittel wurden nach einem festgelegten Schlüssel (Übungsleiterstunden und jugendliche Vereinsmitglieder) berechnet. Zuletzt betrug die Förderung zwischen 200 und 4900 Euro je Verein und Jahr.

Im Jahr 2012 hatte der Stadtrat mehrere Maßnahmen zur Konsolidierung des Haushaltes beschlossen. Dazu gehörte auch eine deutliche Anhebung der Hallenbenutzungsgebühr auf 10 Euro pro Stunde ab dem Jahr 2014. Mit den Vereinen wurde darüber in mehreren Gesprächsrunden diskutiert. Dabei stellte sich heraus, dass es große Widerstände gegen die deutliche Anhebung der Gebühren gab.

Nach einer interfraktionellen Gesprächsrunde wurde in diesem Frühjahr ein Vorschlag erarbeitet und den Vereinen am 14. April vorgestellt. Dieser sieht eine einheitliche Hallengebühr in Höhe von 2,50 Euro pro Stunde für alle Hallenarten und den Wegfall der gesonderten Vereinsförderung „Sport“ ab dem Jahr 2015 vor. So soll die Stadt 20.000 bis 25.000 Euro jährlich im Bereich der Turnhallen einsparen.

Benno Palm (CDU) sprach von einem „gravierenden Einschnitt für die Vereine“. Dass sich die Begeisterung in Grenzen halte, sei verständlich. An der Gesamtsituation sei aber leider nichts zu ändern. Gerne sei man bereit, mit den Vereinen im Herbst nochmals zu sprechen, wenn sich die Vereine auf einen anderen Aufteilungsmodus einigen würden. „Es handelt sich um einen schwerwiegenden Eingriff, darüber sind wir uns alle im Klaren“, sagte Palm. Auch die Vereine müssten einen Beitrag zur Konsolidierung des Haushaltes leisten.

„Finanzielle Einschnitte tun immer weh“, sagte Roland Krökel (SPD). Als Vereinsmitglied habe er Verständnis für die Vereine, als gewählter Vertreter müsse er angesichts der Schulden und der geplanten Konsolidierung aber Verantwortung übernehmen. „Ich will hier keinen Sparkommissar haben“, sagte Krökel.

Bernd Händler (Grüne) erklärte, dass man bereits Prügel von den Vereinen kassiert habe. Es sei aber beschlossen, dass alle Bürger den Gürtel enger schnallen müssen. Wenn man nun bei der Konsolidierung einen Baustein rausnehme, würden sich die anderen von den Sparmaßnahmen Betroffenen „verarscht fühlen“. Er hoffe, dass man den Vereinsmitgliedern eine Hallengebühr von 2,50 Euro je Stunde vermitteln könne.

Ehrenamtliches Engagement werde geschätzt, sagte Gregor Mathar (SPD). Die Stadt Monschau befinde sich aber im Stärkungspakt und das sei mit Einschnitten verbunden. Die Stadt brauche Planungssicherheit und die Bürger ebenso. dazu müssten dann auch die Vereine „ihr Scherflein beitragen“. Da nutze es auch nichts, von der einen Tasche in die andere zu wirtschaften. daher sei die Vereinheitlichung der Hallengebühr ein „guter und gerechter Schritt“. Vor den nächsten Haushaltsberatungen im Herbst, solle die Entwicklung überprüft und erneut beraten werden, regte Mathar an.

Die Mitglieder des Sozialausschusses stimmten schließlich einstimmig für die einheitliche Hallengebühr in Höhe von 2,50 Euro pro Stunde und den Wegfall der gesonderten Vereinsförderung.

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