Mützenich - Weiter im Rüttel-Takt nach Eupen

Weiter im Rüttel-Takt nach Eupen

Von: P. St.
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Gute Nerven und  noch bessere
Gute Nerven und noch bessere Stoßdämpfer benötigt der Autofahrer, wenn er auf dem „Highway to Hell” zwischen Mützenich und Eupen unterwegs ist. Foto: P. Stollenwerk

Mützenich. Autofahrer, die die 16 Kilometer lange, meisten schnurgerade durch Plattevenn und Hertogenwald führende Straße von Mützenich Eupen oder umgekehrt benutzen, haben inzwischen herausgefunden, wie man die Fahrt auf der mit Schlaglöchern übersäten am besten übersteht.

Entweder ganz schnell fahren, dann fliegt der Wagen quasi über sämtliche Bodenwellen und Vertiefungen hinweg oder ganz langsam fahren - das schont die Stoßdämpfer.

Mit diesem Insider-Tipp kann auch die Mützenicher Ortsvorsteherin Jacqueline Huppertz aufwarten, aber das genügt ihr nicht. Wie schon einige Monschauer Politiker vor ihr, unternimmt auch sie jetzt einen weiteren Vorstoß, um die dringend sanierungsbedürftige Rüttel-Straße wieder einmal in den Blickpunkt und ins Bewusstsein zu rücken. Aus diesem Anlass hat sie für die CDU-Fraktion zur Ratssitzung am 25. September eine Anfrage an Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter gestellt, worin sie sich nach dem aktuellen Sachstand erkundigt.

Jacqueline Huppertz weist darauf hin, dass die Straße tagtäglich von einer Vielzahl von Pendlern sowie Schwerlastverkehr benutzt werde. Neue Hoffnung, dass man sich im Nachbarland Belgien der Straße erbarmt, schöpft die Mützenicher Ortsvorsteherin aus jüngsten Gesprächen mit den belgischen Nachbarn auf kommunaler Ebene - nicht zuletzt bei der Einweihung des Schmugglerdenkmals am Grenzübergang Mützenich bzw. beim grenzüberschreitenden Radrennen. „Diese Gespräche machen Hoffnung, dass gegebenenfalls noch in 2012 mit einer Fortsetzung der Sanierungsarbeiten zu rechnen sei.”

In der Tat ist ja gemäß dem Motto, dass steter Tropfen den Stein höhlt, im Jahr 2006 ein drei Kilometer lange Teilstück des „Highway to Hell”, der eigentlich Monschauer Straße heißt, von Mützenich-Ortsausgang bis zum Feuerwachturm saniert worden.

Unterstützt wird die Monschauer Initiative auch von der CDU-Europaabgeordneten Sabine Verheyen, die jetzt zu einem Ortstermin in Mützenich weilte. Ihr Optimismus war allerdings von Vorsicht geprägt. Stadt Eupen und Deutschsprachige Gemeinschaft hätten für das Anliegen sicherlich offene Ohren, aber sie habe den Eindruck gewonnen, dass die entscheidende Behörde, die Regierung der Wallonie in Namur, „andere Prioritäten setzt.”

Die EU-Politikerin sah vielmehr den Vorrang in „wichtigen, grenzüberschreitenden Verkehrsachsen”, die der Wirtschaft dienen.” Aber es dürften dabei auch nicht die kleinen Verbindungen vergessen werden, „denn gerade diese sind für wichtige für den europäischen Gedanken.”

Auch Micha Kreitz, Fraktionsvorsitzender der CDU, wusste, dass man sich schon intensiv an diesem Projekt abgearbeitet hat. „Im Prinzip fragen wir jedes Jahr nach, und wir erhalten in jedem Jahr die Antwort, dass die Absicht besteht zu bauen.”
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