„Weiße Flotte“ sticht am Samstag in See

Von: Karl-Heinz Hoffmann und Heiner Schepp
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Für die „Weiße Flotte“ auf dem Rur- und Obersee steht am Samstag der Saisonstart an. In dieser Woche wird noch fleißig an allen Schiffen gewerkelt und gewienert. Foto: Hoffmann

Schwammenauel/Einruhr. Noch bis vor wenigen Tagen schaukelten sie teilweise zwischen Eisschollen auf den Rurseegewässern – nun aber hat die „Weiße Flotte“ den Frühling im Blick: Ab dem kommenden Samstag, 23. März, heißt es auf den vier Schiffen der in Heimbach beheimateten Rursee-Schifffart KG wieder „Willkommen an Bord!“

Nach der Winterpause steht dann für die Fahrgastschiffe auf dem Rur- und Obersee die Saisoneröffnung an, wobei man gemächlich beginnt: Täglich gefahren wird erst ab Karfreitag, die Fahrten am kommenden Wochenende, 23. und 24. März, sind also eine Art Probelauf.

Auf Hochglanz gebracht

Ab Ende April dann werden die „Stella Maris“ und die „Aachen“ auf dem Rursee zwischen Schwammenauel und Rurberg wieder wesentlich häufiger verkehren. Die beiden gut 37 Meter langen Schiffe, von denen die Aachen 20 Zentimeter kürzer als ihr Schwesternschiff ist, und auch 18 Passagiere weniger befördern kann (472 Personen), liegen zur Zeit noch vor Anker und werden für den Saisonstart auf Hochglanz gebracht. Zum Schlussspurt dieser Arbeiten merkt Waltraud Heuken von der Rursee-Schifffahrt an: „Wir müssen noch viele Außenarbeiten machen, die aufgrund des Wetters aber teilweise nicht möglich waren“.

Auf der „Stella Maris“, so berichtet die Inhaberin der über 100 Jahre alten Flotte, wurden unter anderem die Behinderten-Toiletten vollständig erneuert.

Abgelegt wird am Samstag in Schwammenauel um 11 Uhr. Über die weiteren Fahrtzeiten kann man sich auf der Internetseite der Gesellschaft informieren.

Auf dem Obersee liegen derzeit auch noch die „St. Nikolaus“ und die „Eifel“ an der Leine. Aber auch für diese beiden, aufgrund des Trinkwasserschutzes elektrobetriebenen Schiffe ist am kommenden Samstag der Winterschlaf zu Ende. In Einruhr wird dann gleichfalls um 11 Uhr die Schiffsglocke für die Abfahrt ertönen, wobei die Obersee-Schiffe neben der gründlichen Winterwartung auch eine flammneue Batterie erhielten.

Die 53 Jahre alte „St. Nikolaus“ kreuzt nur noch in dieser Saison durch die Fluten des Rursees und wird dann durch ein nagelneues Schiff mit Namen „Sehnsucht“ ersetzt.

Aufgrund geltender Richtlinien sind alle Boote mit Schwimmwesten für jeden Fahrgast ausgestattet. Die Fahrgäste müssen beim Betreten der Schiffe die Westen allerdings nicht anlegen; sie liegen für den Fall, dass ein Schiff in Not gerät, griffbereit. Dies war vor zwei Jahren eine beachtliche Investition, denn es waren fast 1400 Schwimmwesten für nahezu 20.000 Euro anzuschaffen.

Neben diesen Utensilien tragen aber seit je her vor allem die mittlerweile acht Kapitäne der Flotte mit ihrer großen Erfahrung zur Sicherheit für die Fahrgäste bei. Einer von ihnen ist Herbert Harth, der seit 45 Jahren den Rursee befährt und dort quasi zu Hause ist. Er wird auch in dieser Saison an mehreren Wochentagen die Schiffsglocke zur Abfahrt läuten.

Tradition während der Saison der Rurseeschifffahrt haben die beliebten Abendveranstaltungen, für die man schon jetzt Karten erwerben kann, denn „viele Stammgäste buchen diese Veranstaltungen regelmäßig und zeitig“, wie es auf der Internetseite heißt.

Abendveranstaltungen

Für 2013 sind wieder drei Veranstaltungen und die Nikolausfahrten fest eingeplant. So rocken „Wibbelstetz“ in diesem Jahr am 8. Juni, am 27. Juli steigt mit „Rursee in Flammen“ das Highlight der Saison, und die „Oldie Night Classic“ mit der Band „After Midnight“ sollten alle Liebhaber guter Rock- und Pop-Songs der letzten 50 Jahre für den 21. September vormerken.Zum Finale 2013 für Klein und Groß starten die „Nikolausfahrten“ dann am 1. Dezember 2013 um 11 und 15 Uhr. Karten für alle Veranstaltungen sowie Infos über Preise und weitere Veranstaltungen gibt es ebenfalls im Internet oder telefonisch unter 02446/479.

Was zum anstehenden Saisonstart noch fehlt, fasst Waltraud Heuken kurz zusammen: „Wir hoffen auf viel Sonne, schönes Wetter und spätestens Ostern auf 20 Grad“. Und warnend ergänzt sie: „Wenn jetzt nochmal Schnee kommt, dann flipp ich aus...!“

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