Weihnachtskonzert in Höfen: Mal melancholisch, mal nahezu rasant

Von: lm
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Die Einnahmen kamen krebskranken Kindern zugute: Die Pfarrkirche St. Michael war beim Weihnachtskonzert des Musikvereins „Lyra“ Höfen bis auf den letzten Platz gefüllt. Foto: L. Mertens

Höfen. Das alljährige Weihnachtskonzert des Musikvereins „Lyra“ Höfen ist mit der Zeit zu einem fest etablierten und nicht mehr wegzudenkenden Event der Weihnachtszeit geworden. Jedes Jahr aufs Neue gelang es dem Verein in der Vergangenheit, die besinnliche Stimmung der Weihnachtszeit mit ihrem Weihnachtskonzert noch etwas auszuweiten und ins neue Jahr mitzunehmen.

 Auf Grund der großen Resonanz galt es für die „Lyra“ nun am vergangenen Sonntag das bereits zehnte und somit Jubiläumskonzert in der Höfener Pfarrkirche St. Michael auszurichten.

Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt und zahlreiche Besucher mussten daher mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Dies tat jedoch der weihnachtlichen Stimmung keinen Abbruch, denn den Musikern gelang es, das Publikum mit ihrem abwechslungsreichen und stimmigen Repertoire in ihren Bann zu ziehen. So reichte das Programm von traditionellen Weihnachtsstücken über englischsprachige, sehr modernen Lieder und konzertante Stücke bis hin zu Vorträgen der einzelnen Register. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Gerd Förster führte Heinz-Georg Kerkmann durch das variantenreiche Programm und versorgte die Zuschauer mit interessantem Hintergrundwissen zu den einzelnen Stücken.

Eingeteilt war das Konzert in vier Blöcke, zwischen denen jeweils sehr anspruchsvolle Soli des Flügelhorn-, des Klarinetten-, sowie des Tenorhornregisters seinen Platz fanden. Darüber hinaus gab Reiner Jakobs als singender Hirte inmitten seiner eindrucksvollen Landschaftskrippe einige Lieder mit der Gitarre zum Besten. Das Hauptaugenmerk lag jedoch weiterhin auf der „Lyra“ selbst, die ihr Konzert mit dem flotten und rhythmischen Stück „Jingle Bells“ eröffneten.

Nach diesem sehr stimmungsvollen Beginn nahm das Konzert mit etwas ruhigeren Tönen bei den getragenen und harmonischen Liedern „Abide with me“ und „Only Love“ seinen Lauf. Als wirklicher Höhepunkt des ersten Teils kann der Welthit „We are the World“, geschrieben von Michael Jackson und Lionel Richie, gesehen werden, welcher im Rahmen von Hilfsaktionen auf der ganzen Welt gespielt wird. So nutzte Kerkmann die Gelegenheit, um bei diesem dynamischen und sehr emotionalen Stück auf die Spendenaktion des singenden Hirten für krebskranke Kinder aufmerksam zu machen, der die Spenden des diesjährigen Konzerts ebenfalls zugutekommen.

Der zweite Teil wurde von den traditionellen Weihnachtsliedern „Macht hoch die Tür“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ eingeläutet, bei denen die Zuhörer zum Mitsingen angeregt wurden, ehe der Musikverein mit „Rudolph the red-nosed reindeer“ oder mit der „Schlittenfahrt in den Alpen“ flotte, nahezu rasante Lieder spielte.

Das eindrucksvolle, konzertante Stück „Highland Cathedral“, welches von der „Lyra“ gespielt sehr harmonisch, aber gleichzeitig durch den Einsatz zahlreicher Beckenschläge sehr imposant und majestätisch wirkte, wird den Zuhörern wohl ebenfalls als weiterer Höhepunkt in Erinnerung bleiben.

Sehr besinnlich wurde es dann erneut bei dem Titel „Halleluja“ von Leonard Cohen, bei dem sich die Zuschauer von den berührenden Klängen berauschen lassen konnten. Ebenso emotional war die Darbietung eines weiteren Songs des „King of Pop“, Michael Jackson: „Heal the World“. Dieser stellte auch den Abschluss des sehr gelungenen Konzerts dar. Die Begeisterung der Zuschauer äußerte sich in der vehementen Forderung einer Zugabe, welche die Musiker in Form von „Holy City“ und dem wohl bekanntesten Weihnachtslied „Silent Night“ erfüllten.

Die darauf folgenden stehenden Ovationen zeigen wohl nur zu gut, welche herausragende Arbeit unter der Leitung des Dirigenten, Ralf Jansen, in dem Verein geleistet wird und auf welch positive Resonanz dies bei der Dorfbevölkerung trifft.

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