Simmerath - Weihnachtsbäume lassen die Kasse klingeln

Weihnachtsbäume lassen die Kasse klingeln

Von: ani
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Von der Nordmanntanne bis zur Rotfichte: Neben vielen anderen Interessenten aus der gesamten Region sicherte sich auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (mit Gemeindeförster Dietmar Wunderlich am Einnetztrichter) sein Weihnachtsbäumchen im gemeindeeigenen Forst. 600 Käufer schlugen bei der Aktion ihren eigenen Christbaum. Foto: A. Hoffmann

Simmerath. In der Kasse der Gemeinde Simmerath klingelte es am vergangenen Samstag zwischen 9 und 14 Uhr unaufhörlich. Die Quelle des Geräuschs befand sich an der L 246 zwischen Strauch und Gerstenhof/Schmidt im Gemeindewald. Dort war auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei hartnäckigem und nasskalten Morgennebel in Gummistiefeln und mit Axt und Säge erschienen.

Über mangelnde Gesellschaft konnte sich Hermanns nicht beklagen, denn im dortigen Kommunalwald stand die Aktion „Schlagen Sie Ihren Weihnachtsbaum selber!“ an und viele Menschen waren dieser Aufforderung gefolgt.

Akkordarbeit beim Baumverkauf

Kurz nach 10 Uhr verkündete Gemeindeförster Dietmar Wunderlich bereits, dass einige Hundert Bäume durch die Einnetztrichter gegangen waren. Das Serviceteam des Gemeindeförsters hatte zu diesem Zeitpunkt schon wahre Akkordarbeit geleistet. Ob Edel- oder Nordmanntanne, Rot- oder Blaufichte – ein Baum nach dem anderen wechselte den Besitzer.

Schon bei der Anfahrt wurde deutlich, dass die Aktion der Gemeinde wieder ein voller Erfolg werden würde. Entlang der L 246 standen die Fahrzeuge dicht an dicht. Und an den Autokennzeichen ließ sich erkennen, dass nicht nur Bürger aus Simmerath hier ihr Weihnachtsbäumchen schlagen wollten.

Die Aktion der Gemeinde hat sich im Laufe der Jahre zu einem regelrechten Event entwickelt, bei dem auch die Gelegenheit genutzt wird, sich mit Glühwein, Kaffee, Waffeln, Weihnachtsstollen, und Marzipankugeln nach getaner Arbeit zu stärken. Für Kinder gab es die Möglichkeit, an einem lodernden Feuer Stockbrot zu backen. Der Erlös hieraus kam dem Förderverein der Gemeindebücherei zugute und betrug in diesem Jahr wieder circa 500 Euro.

Offensichtlich ging der Trend – wie man beim Einnetzen beobachten konnte – vor diesem Weihnachtsfest zum großen Baum. Aber auch ganz dicke „Brocken“ waren mitunter dabei. Beim Abtransport eines Fünf-Meter-Riesen erklärte der stolze Besitzer: „Wir haben eine hohe Küche von 4,35 Metern Höhe und da kommt der hin.“

Der Ansturm auf die Simmerather Weihnachtsbäume ist natürlich auch im Preis begründet. Fichten gab es für 10 Euro, Blaufichten für 15 Euro und Edeltannen für 20 Euro.

Am Ende der rund fünfstündigen Einschlagaktion konnte Gemeindeförster Dietmar Wunderlich zufrieden Bilanz ziehen: 600 Käufer erstanden in diesem Jahr einen Baum.

Edel- und Nordmanntannen schlugen mit 370 Stück, Rotfichten mit 100 Stück und Blaufichten mit 130 Stück zu Buche. Die gesamte Aktion brachte 11.000 Euro in die Gemeindekasse.

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