Weihnachten für Anfänger: Dreh in Monschau beendet

Von: Peter Stollenwerk
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Es geht los: Hauptdarstellerin Anna Fischer wird für die nächste Szene vorbereitet. Am Dienstag war in Monschau letzter Drehtag für den TV-Film „Weihnachten für Anfänger.“ Foto: P. Stollenwerk
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Auch das gehört zum Film: Monschaus Bronze-Original „Maaßens Päulche“ hält das Außenmikrofon. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Immer wieder das gleiche Bild: Anna Fischer eilt mit entschlossenem Gesichtsausdruck und forschen Schrittes über die Monschauer Rurbrücke in Richtung Richters Eck. Fünfmal wiederholt sich diese Szene. Am Ende der Brücke wartet dann immer eine Helferin und hält ihr einen warmen Mantel hin. Es ist kalt in Monschau.

„Alles auf Anfang!“ ruft jemand aus dem Hintergrund und ein paar Minuten später ertönt die Aufforderung: „Bitte Ruhe!“ Aber 100-prozentige Ruhe will nicht einkehren. „Lasst noch den Trecker durch!“, heißt es. Dann kann es weitergehen.

Dass an einem recht frischen Februartag eine mit Kostüm und roten Stöckelschuhen ausgestattete Dame über das Altstadt-Pflaster stolziert und überhaupt viele Menschen in der Stadt verkehren, die offensichtlich keine Touristen sind, gehörte in den vergangenen Tagen zum Alltagsbild in Monschau.

Es ist wieder einmal Filmzeit in Monschau. Die Altstadtkulisse ist bildet diesmal den Hintergrund für eine ARD-Produktion mit dem Arbeitstitel „Weihnachten für Anfänger.“ Der 90-minütige TV-Spielfilm um die schöne Trickbetrügerin Katharina (Anna Fischer) wird in der Adventszeit ausgestrahlt. Wie gemalt ist das Stadtbild für einen Film zur Weihnachtszeit, selbst wenn er sehnlichst erhoffte Schnee ausblieb. Kurz hatte man noch überlegt, Kunstschnee zu produzieren, aber auch in der Glitzerwelt des Films fällt das Geld nicht vom Himmel.

Aber immerhin sorgte die wieder ausgepackte Weihnachtsdekoration für die passende Atmosphäre, wie sie sonst von tausenden Besuchern des Weihnachtsmarktes geschätzt wird.

Insgesamt 22 Drehtage sind für den abendfüllenden Unterhaltungsfilm eingeplant, sechs Tage verbrachte das rund 50-köpfige Drehteam in Monschau. Am Dienstag war der letzte Arbeitstag für das Team in Monschau, am 7. März fällt die letzte Klappe.

Auf der Rurstraße herrschte also Ausnahmezustand, galt es doch, die letzten Außenaufnahme zu produzieren.

Immer wieder verfolgten Schaulustige das Treiben in der Stadt, ständig auf der Suche, wichtige und weniger bedeutsame Personen auf der Rurstraße zu unterscheiden. Hauptdarstellerin Anna Fischer (27), TV-Konsumenten bekannt aus „Bella Block“ und „Soko“ Leipzig“, war natürlich nicht zu übersehen, ebenso wenig wie Oliver Wnuk (38). Der Lebensgefährte von Yvonne Catterfield, verfügt über eine hohe Fernsehpräsenz und ist momentan auf dem Höhepunkt seiner Popularität dank der Rolle als Ulf Steinke im Kinofilm „Stromberg - Der Film“.

„Weihnachten für Anfänger“ spielt komplett in Monschau, selbst wenn die Innenaufnahmen wegen begrenzter räumlicher Kapazitäten in Berliner Studios gedreht werden. Auch wenn es mit dem winterlichen Ambiente nicht geklappt habe, „kann man die Geschichte kalt erzählen“, sagt Reiki von Carlowitz, die Producerin im Stab. Monschau habe sich als ideale Wahl erwiesen.

Gerade die Tallage des Städtchens unterstreiche das beklemmende Gefühl der Hauptdarstellerin, mit der engen Welt der Dorfbewohner konfrontiert zu werden. „Einer aus dem Team sagte: Warum nicht Monschau?“, erzählt die Producerin die kurze Geschichte, warum das Eifelstädtchen als Drehort ausgewählt wurde. Bei einer ersten Motivtour sei dann die endgültige Entscheidung gefallen, „auch weil man sich hier an jeder Ecke wieder begegnet. Das passt zum Film.“

An den vergangenen Tagen bot sich nun „am Set“ das erwartete Bild: Aufbau, Abbau, Stühlerücken, Sprechfunk, Kaffeebecher und entspannte Sprüche. Zwischendurch werden immer wieder Fußgänger freundlich aus dem Bild gewunken. Die Schauspieler werden mit Wärmeflaschen versorgt, damit sie geschmeidig bleiben, im übrigen sind Wollmützen angesagt.

Mit dem gestrigen letzten Drehtag endete auch für viele Monschauer Bürger ihre Mitwirkung am Gelingen des Films, denn rund 50 Bewerber hatten sich als Komparsen eingebracht. Das Drehteam rund um die Tellux Film GmbH Stuttgart war ein gern gesehener Gast in der Stadt, selbst wenn es regelmäßig zu Straßensperrungen kam. „Das haben die Bürger mit der nötigen Gelassenheit ertragen“, lobte Hermann Mertens, allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, das Verständnis der Anwohner. Die etwas ruhige Zeit im Februar sei ideal für die Aufnahmen gewesen. „Der Film hat etwas Leben in die Altstadt gebracht.“

Außerdem sei lobend zu erwähnen, dass das Filmteam sich stets viel Mühe gegeben haben, um die Anwohner über eventuelle Störungen zu informieren. Mertens: „Die dürfen gerne wiederkommen.“

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