Simmerath - Weg ins Simmerather Rathaus soll für Senioren einfacher werden

Weg ins Simmerather Rathaus soll für Senioren einfacher werden

Von: P. St.
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Im Dialog mit den Senioren: Si
Im Dialog mit den Senioren: Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hatte die Bewohner der örtlichen Seniorenheime zur Gesprächsrunde ins Rathaus eingeladen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Den ersten Diskussionsstoff gab es schon gleich beim Versuch das Simmerather Rathaus zu betreten. Eine Stufe an der Eingangstür zwingt zum Wenden; die Suche nach einem behindertengerechten Eingang kann beginnen.

Dann folgt noch ein kleiner Hindernisparcours mit Rollstühlen und Rollatoren durch das Haus, ehe sich die Tür zum großen Sitzungssaal, dem Ziel der Reise, öffnet.

Besuch aus der Nachbarschaft erhielt jetzt Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, hatte er doch die Bewohner der beiden Simmerather Altenheime, der Stadtresidenz vis-à-vis und des Seligen Gerhard am Krankenhaus, ins Rathaus eingeladen, um mit den den betagten Bürgern ins Gespräch zu kommen. Wünsche, Anregungen und auch Kritik sollten dabei zur Sprache kommen.

Rund 30 Senioren waren der Einladung gefolgt, und kaum das der Bürgermeister gemeinsam mit seiner neuen persönlichen Referentin Sonja Larscheid, die ihren ersten Arbeitstag im Simmerather Rathaus hatte, damit begonnen hatte, die Gemeinde in einem Kurzporträt vorzustellen, gab es auch schon die ersten Fragen: „Wann kommen die Schlaglöcher vor dem Altenheim weg?” Wann ist das neue Schwimmbad fertig?” Warum wird der Musikpavillon am Rathaus nicht mehr genutzt?” „Wann wird der Rathausplatz umgestaltet?”

Karl-Heinz Hermanns erläuterte in der angeregten Gesprächsrunde, dass beim Bau des Rathauses im Jahr 1977 der Begriff „barrierefrei” noch weitgehend unbekannt gewesen sei, doch im Zuge der Neugestaltung des Rathausplatzes werde die Eingangsstufe zum Rathaus eingeebnet. Auch im Hause suche er nach Lösungen, um kurzfristig Hindernisse für Rollstuhlfahrer zu überwinden. „Wer keinen Rollstuhl benutzt, spürt die Erschwernisse nicht,” zeigte sich Hermanns dankbar für die Anregungen.

Einer Anregung ist die Gemeinde bereits gefolgt. Spätestens im Frühjahr werden auf dem Rathausplatz neue Ruhebänke aufgestellt - und zwar mit Rückenlehne. Aber auch auf den neuen Bänken wird man wohl kaum Klängen aus dem Musikpavillon lauschen können, denn die Musikvereine haben ihre Aktivitäten an den Rursee verlagert, wo man auf mehr Resonanz trifft.

Gerne nahm der Bürgermeister aber auch ehrlich gemeintes Lob entgegen. Sowohl für Rollstuhlfahrer wie auch für Kinderwagen seien dank erfolgter Absenkungen Straßen und Wege in Simmerath gut passierbar, und eine Bewohnerin wollte nur noch in Simmerath bleiben: „Nirgendwo anders habe ich so hilfsbereite Menschen getroffen.”
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