Weg für einen Baumarkt in Imgenbroich ist frei

Von: Heiner Schepp
Letzte Aktualisierung:
Die Tage des extra Bau und Hob
Die Tage des extra Bau und Hobbymarktes an der Straße „In den Bremen” in Simmerath sind gezählt. Der Baumarkt für „Otto Normal-Handwerker” zieht unter anderem Namen nach Imgenbroich. Dafür wird am „etwas in die Jahre gekommenen Gebäude” nach einer Sanierung bald das rot-gelbe Logo eines Lebensmittel-Discounters hier prangen. Foto: Andreas Gabbert

Imgenbroich/Simmerath. „Es ist geschafft, die letzten bautechnischen Probleme für das große Vorhaben sind aus dem Weg geräumt”, verkündete am Montagabend Stefan Schepers, Projektentwickler der bonafide Immobilien GmbH. Das „große Projekt” verdient diesen Namen in der Tat.

Denn die Rede ist vom bislang größten Baumarkt auf Stadt Monschauer Boden, 3500 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen an der Ecke Trierer Straße/Karweg in Imgenbroich entstehen. Was ist nicht schon alles gesagt und geschrieben worden zum Thema Baumarkt in Imgenbroich?!

Seit Jahrzehnten beklagen Bürger und auch Politik das Fehlen eines Bau- und Hobby-Discounters im Raum Monschau, schon in den 90er Jahren wurde eine Klage zum geflügelten Wort, nämlich dass man „für jede Schraube nach Simmerath fahren” müsse. Doch immer wieder scheiterten Versuche, die Filiale einer größeren Baumarktkette in Imgenbroich/Konzen oder auch anderswo anzusiedeln.

Zwar bietet der Raiffeisenmarkt in Konzen ein Gartenmarkt-Sortiment und auch Baustoffe an und versuchte sich auch im Himo ein kleinerer Verkauf in dieser Sparte - Ersatz für einen „großen” Baumarkt war und ist beides aber nicht. Selbst, als vor einigen Monaten die konkrete Bauvoranfrage für den Baumarkt in Imgenbroich im Monschauer Bauausschuss Thema war, fehlte zumindest dem ein oder anderen Politiker noch der Glaube: „Das glaube ich erst, wenn ich es sehe”, unkte da der ein oder andere.

Seither sind fast sechs Monate vergangen, in denen sich viel getan hat. „Politik und Verwaltung waren sehr kooperativ”, freut sich Stefan Schepers und lobt besonders den Imgenbroicher Ortsvortsteher Bernd Neuß, der „sich sehr für das Projekt eingesetzt” habe.

Dass es dennoch einen ganzen Sommer gedauert hat, ehe nun Fortschritt erkennbar ist, lag vor allem an der energetischen Versorgung des Grundstücks und an Leitungen, die über das Grundstück verlaufen und verlegt werden müssen.

Derzeit akquiriere der beauftragte Generalübernehmer die Subunternehmen, die den Komplex in geschätzt achtmonatiger Bauzeit fertig stellen werden. „Übrigens sind die meisten Aufträge innerhalb der Eifeler Handwerkerschaft vergeben”, freut sich Schepers, dass auch einiges für die heimische Bauwirtschaft beim Fünf-Millionen-Projekt herumkommt.

Ende Oktober soll der erste Spatenstich im Angesichts der beiden Linden erfolgen, im nächsten Sommer soll der Baumarkt seine Tore öffnen und 25 Menschen eine neue Arbeitsstelle bieten. Stefan Schepers verrät kein Geheimnis, wenn er berichtet, dass der derzeitige Extra Bau- und Hobbymarkt von Simmerath nach Imgenbroich verlagert wird, wobei der neue Markt an den Linden nicht den Namen der extra-Kette (derzeit 22 Baumärkte in Deutschland) tragen wird. „Der Name steht noch nicht fest, vielleicht werden die Linden Namensgeber für den Markt”, kündigt der Geschäftsführer an.

Auch ohne den Namen wird das Sortiment und werden die Angebote der Vertriebslinie von „extra” und „Praktiker” entsprechen, wie Schepers berichtet. Dies bedeute auch, dass sich der Grundstückseigentümer nur bedingt Konkurrenz zum eigenen Baumarkt in Simmerath schaffe: „Der Mobau Baumarjkt richtet sich an den professionellen Häuslebauer - der Markt in Imgenbroich ist wie der extra-Baumarkt für ,Otto-Normal-Handwerker gedacht”, umreißt Stefan Schepers die Kunden-Ausrichtung.

Geklärt ist inzwischen auch die Logistik außerhalb des Gebäudes. Sowohl von der B258, als auch vom Karweg aus wird man auf den Parkplatz mit 96 Stellplätzen gelangen - allerdings, ebenso wie bei der Ausfahrt, jeweils nur als Rechtsabbieger.

Auch die weitere Verwendung des „etwas in die Jahre gekommenen Gebäudes in Simmerath” (Schepers) ist übrigens geklärt: Der „Netto”-Discounter wird von der Matthias-Zimmermann-Straße an die Straße „In den Bremen” verlagert, weil er sich hier um 150 Quadratmeter vergrößern kann, so Stefan Schepers.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert