Webereimuseum: Nicht nur Onkel Hermann darf stolz sein

Von: MD
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Höfen. „Onkel Hermann hätte wohl seine helle Freude gehabt, wenn er gesehen hätte, was aus seinen Webstühlen geworden ist”. Davon war Dr. Bernd Jansen, einer der Initiatoren des neuen Webereimuseums in Höfen, dessen offizielle Eröffnung am Samstagnachmittag gefeiert wurde, überzeugt.

Mit „Onkel Hermann” ist Hermann Jansen gemeint, der von 1955 bis 1975, also 20 Jahre lang, eine eigene Weberei in Höfen betrieben hatte. „Er hing an seinen Webstühlen und sie waren ihm bis zu seinem Tode 2002 unheimlich viel wert”, so sein Neffe Dr. Bernd Jansen weiter.

Angemessener Platz

Diese Webstühle, die im neuen Webereimuseum einen angemessenen Platz gefunden haben, sind auch heute noch als Zeitzeugen einer alten Tradition des Webens bedeutsam. Der frühere Weber Jansen wäre sicherlich stolz auf das, was sein Neffe zusammen mit Hubert Mießen, dem damaligen Vorsitzenden des Eifel- und Heimatvereines Höfen geplant und umgesetzt hatte.

Zahlreiche Gäste waren zur Eröffnungsfeier des Museums nach Höfen gekommen. Die Lyra Höfen, die eine besondere Beziehung zum Weber Hermann Jansen hat, denn er war viele Jahre als Schellenbaumträger für den Musikverein im Einsatz gewesen, sorgte für ein musikalisches Rahmenprogramm. Von der Planung des Projektes bis zur Fertigstellung waren dann schon mehrere Jahre ins Land gezogen und viele Gespräche, um die Finanzierung sicherzustellen, folgten.

Einer der Hauptsponsoren war dann mit 6000 Euro Fördergeldern die Nordrhein-Westfalen-Stiftung. Ralf Sawatzki, Regionalbotschafter der NRW-Stiftung, lobte in seiner Ansprache besonders das herausragende ehrenamtliche Engagement der vielen Helfer, die die Entstehung des Webereimuseums erst ermöglicht hatten. Über 2000 Arbeitsstunden waren geleistet worden, um den Anbau an das Haus Seebend in der Hauptstraße 123 entstehen zu lassen. „In Höfen ist das Fördergeld gut angelegt”,war sich Sawatzki abschließend sicher, „denn in diesem Museum wird die Geschichte der Weberei auf das Vortrefflichste aufgearbeitet”.

Rebecca Braun, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse in Höfen, die mit 3000 Euro Förderung ein weiterer Geldgeber ist, betonte in ihrer Ansprache, dass für sie, die sie einer Mediengeneration angehöre, ein Teil der Ortsgeschichte Höfens durch dieses Webereimuseum für die Zukunft festgehalten werde.

Bauleiter Bernd Bauer, der während der Bauphase die Fäden zusammenhielt, bedankte sich in seiner Rede dann noch einmal bei allen, die dieses Projekt zu einem so gelungenen Abschluss gebracht hätten. Ohne die vielen helfenden Hände und auch ohne die Unterstützung durch den Eifel- und Heimatverein Höfen, wäre diese touristische Attraktion für den Ort nicht möglich gewesen.

Im Webereimuseum sei besonders wertvoll mit einem historischen Erbe umgegangen worden. Das sei wichtig für die Dorfgemeinschaft des Ortes und auch bedeutsam für zukünftige Generationen, so Bürgermeisterin Margareta Ritter abschließend.

Nach der Einsegnung des Gebäudes durch den katholischen Priester Karl Schnitzler und seinem evangelischen Kollegen Pfarrer Köhne konnte dann das Webereimuseum mit seinen vier Webstühlen, der Spulmaschine und den zahlreichen Exponaten von den vielen interessierten Besuchern, die zu dieser Eröffnungsfeier erschienen waren, besichtigt werden.
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